Immer mehr Jüngere sind betroffen

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Mehr Krankschreibungen wegen Corona – Anstieg um 33 Prozent in den letzten vier Wochen im Ländle.

Schwäbisch Gmünd. Die Zahl der Corona-Krankschreibungen entwickelt sich regional sehr unterschiedlich. Das geht einer Auswertung der Versichertendaten der BARMER vom 21. Juni bis zum 18. Juli hervor. Den prozentual größten Anstieg verzeichnet demnach Baden-Württemberg mit einem Plus von 33 Prozent. Hier stieg die Zahl der krankgeschriebenen BARMER-Versicherten von der 26. auf die 29. Kalenderwoche von 240 auf 318.

Es folgen Schleswig-Holstein mit einem Zuwachs von 31 Prozent auf 71 Betroffene und Bayern mit 28 Prozent von 475 auf 607 Krankgeschriebene. Dagegen gingen die Fallzahlen in Brandenburg (minus 18 Prozent) und Sachsen (minus zehn Prozent) deutlich zurück.

"Die Corona-Pandemie ist keineswegs ausgestanden. Ganz im Gegenteil, die Gefahr einer zweiten Welle baut sich offensichtlich immer mehr auf", sagt der Landesgeschäftsführer der BARMER, Winfried Plötze. Immer mehr jüngere Menschen seien betroffen. In der Altersgruppe der bis 39-Jährigen stieg die Fallzahl von 744 auf 978 BARMER-Versicherte (+ 31 Prozent). In Baden-Württemberg fällt der prozentuale Anstieg in dieser Altersgruppe noch höher aus. Hier waren in der 26. Kalenderwoche 71 Versicherte im Alter bis 39 Jahre aufgrund einer Infektion mit COVID-19 krankgeschrieben. Vier Wochen später waren es 126 (+ 77 Prozent).

"Jüngere Menschen dürfen sich nicht in Sicherheit wiegen. Gerade sie müssen sich wieder verstärkt an die Corona-Regeln halten", warnt Plötze. Zumal die Zahl der Krankschreibungen bei den Versicherten ab 40 Jahren nur um gut 14 Prozent gestiegen sei. Bundesweit sei sie sogar nahezu konstant geblieben. Im Juni registrierte die BARMER in dieser Altersklasse 1942 Krankschreibungen, vier Wochen später waren 1964.

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