Impfstützpunkt in der Bocksgasse 2 ist nun geöffnet

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Dr. Peter Schmidt im Impfstützpunkt in der Bocksgasse 2. Mit im Bild (im Hintergrund) Claudia Mauro und Frances Behrens.
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Kreisimpfarzt Dr. Peter Schmidt begrüßt Lage in der Fußgängerzone und niederschwelliges Angebot.

Schwäbisch Gmünd. Der Impfstützpunkt des Ostalbkreises in Gmünd ist vom Leutzesaal im Stadtgarten in die Bocksgasse 2 umgezogen. Seit Dienstag können sich dort Bürger impfen lassen. In den Räumen war zuvor ein Bekleidungsgeschäft. Frank Abele, im Landratsamt für Logistik zuständig, hat sie in Windeseile in einen Impfstützpunkt umgewandelt, sagt Kreisimpfarzt Dr. Peter Schmidt. Der Impfkoordinator des Ostalbkreises begrüßt die Lage des Impfstützpunktes in der Gmünder Fußgängerzone, denn diese mache das Angebot niederschwellig. Schmidt vergleicht dies mit der Innenstadtlage des Stützpunkts in Aalen, dort seien viele Bürger spontan zum Impfen gekommen. Dies ist auch deshalb möglich, weil sich diejenigen, die sich impfen lassen wollen, nicht mehr anmelden müssen.

Der Impfstützpunkt ist vom Stadtgarten in die Bocksgasse gezogen, weil die Räume dort zu groß geworden waren, sagt Schmidt. Seit Januar seien die Impfzahlen rückläufig. Dabei sei es im Januar und Februar „noch brechend voll“ gewesen. Aktuell gebe es im gesamten Ostalbkreis an zwei Standorten in Gmünd und in Aalen noch etwa 600 Impfungen. Am Tag seien dies pro Standort im Schnitt zwischen 30 und 50 Impfungen. Die meisten davon seien Bürger, die sich zum zweiten oder dritten Mal impfen ließen. Es gebe aber „leider“ noch immer Bürger, die zur Erstimpfung in den Stützpunkt kommen, unter ihnen auch Menschen aus den so genannten „vulnerablen Gruppen“ und auch ältere Menschen.

Im Stadtgarten hatte der Impfstützpunkt, die Personen des Sicherheitsdienstes eingerechnet, noch zehn Mitarbeiter. Inzwischen sind im Impfstützpunkt zu den Öffnungszeiten ein Arzt und zwei Mitarbeiter. Durch den Arzt könne jeder Impfling individuell aufgeklärt werden, sagt Schmidt. Die Mitarbeiter kommen von den Hilfsorganisationen Malteser Hilfsdienst MHD und Deutsches Rotes Kreuz DRK. Sie bilden insgesamt drei Teams, die im Wechsel immer vier Wochen lang im Einsatz sind. Im Impfstützpunkt werden nur Erwachsene ab 18 Jahren geimpft. Denn für Kinder, sagt Schmidt, müsste der Stützpunkt eine pädiatrische Notfallausrüstung haben.

Aktuell werden im Stützpunkt Biontech, Moderna und Novavax angeboten. Bei Novavax, sagt Schmidt, sei die Nachfrage gering. Von Anfang an, als dieser neue, dem klassischen Totimpfstoff ähnelnde Impfstoff angeboten worden sei, habe es, entgegen den Erwartungen oder Hoffnungen mancher, kaum Buchungen gegeben. Vorerst wird der Impfstützpunkt bis zum Herbst in der Bocksgasse bleiben. Wie's dann weitergeht, hänge von der Entwicklung der Pandemie ab, sagt Schmidt. Steige der Bedarf wieder, habe der Ostalbkreis insgesamt in den vergangenen Monaten Grundstrukturen entwickelt, die man schnell wieder aufleben lassen könne. Zu einer solchen Vorbereitung gehört auch, dass es in der Bocksgasse 2 zum Impfen zwei Kabinen gibt. Zudem gebe es ein Mobiles Impfteam, das für den Einsatz bereit stehe. Michael Länge

Wissenswertes zum Impfstützpunkt

Der Impfstützpunkt in der Bocksgasse 2 ist von Dienstag bis Freitag zwischen 12 und 18 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bürger, die sich impfen lassen wollen, müssen die Gesundheitskarte mitbringen, den Impfpass, wenn vorhanden, und den Personalausweis. Zudem medizinische Unterlagen, wenn vorhanden. Mitbringen sollten sie auch den Aufklärungsbogen, den sie auf www.ostalbkreis.de herunterladen können. Impfen lassen können sich auch ukrainische Staatsbürger. Den Aufklärungsbogen gibt es auch in ukrainische Sprache.

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