In den Woha kommt Bewegung

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Es wird diskutiert, was aus dem Gebäude werden soll.
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Stadt, Eigentümer und Planer haben Gebäude besichtigt und analysiert. Ergebnisse voraussichtlich im Juli.

Schwäbisch Gmünd. Ins Gmünder Woha-Areal kommt Bewegung: Die Eigentümer der Immobilien in Gmünds Zentrum haben mit dem städtischen Wirtschaftsförderer Alexander Groll und der Stuttgarter Stadtentwicklungsgesellschaft STEG Anfang des Jahres das Gebäude besichtigt und dessen Zustand analysiert. Die Stadt hatte die STEG bereits im Herbst mit einer Standort- und Grundstücksanalyse für das Areal beauftragt. Auf der Grundlage der Besichtigung entwickelte die STEG Konzepte für die bedeutsamen Innenstadt-Flächen. Eingeflossen sind dabei auch bislang diskutierte Ideen, im hinteren Teil in Richtung Franziskanergasse Wohnraum zu schaffen und zum Marktplatz hin Geschäftsräume einzurichten. Allerdings, sagte Alexander Groll am Freitag auf GT-Anfrage, habe die STEG ihre Analyse noch nicht abgeschlossen. Ergebnisse aber könnten eventuell im Juli vorgestellt werden.

Ein Kernproblem bei der Woha-Immobilie waren in den vergangenen Jahren seit der Woha-Insolvenz 2008 Unstimmigkeiten unter den Eigentümern des Gebäudes am Marktplatz und in der Rinderbachergasse. Dass die Eigentümer bei der Besichtigung dabei waren, wirft die Frage auf, ob sie die Immobilien und Flächen verkaufen oder bei künftigen Investitionen teilweise dabei sind oder diese gar komplett selbst tätigen. Auch hier, sagte Wirtschaftsförderer Groll, sei alles offen. In jedem Fall aber positiv sei, dass die Gespräche unter den Eigentümern laufen.

Die Situation des Woha-Gebäudes war in den vergangenen Jahren in der Stadt in unregelmäßigen Abständen thematisiert worden. Jüngst hatte die CDU-Fraktion in der Haushaltsdebatte im Frühjahr einen Bericht zum Woha-Gebäude beantragt. Seit Jahren, sagten die Christdemokraten „schleifen wir diese Altlast mit uns mit“. Dabei sei das Gebäude nicht das der Stadt, und die habe auch keine Verantwortung dafür. Doch „wir haben uns schon an die Brache gewöhnt und sind es gewohnt, daran vorbeizusehen“. Deshalb fragt die CDU nach dem Stand der Gespräche mit den Eigentümern, nach Möglichkeiten einer Enteignung und nach einer „Summe, mit der dieser Tragödie im Zentrum unserer Stadt ein Ende gesetzt werden könnte“. Eine erste Antwort wird die CDU am kommenden Mittwoch erhalten. Denn die CDU-Frage ist Teil des Haushaltsausschusses ab 17.30 Uhr im Stadtgarten. Michael Länge

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