In der Buchstraße könnte bald ein Wohnturm entstehen

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Diese Visualisierung eines Parktowers für die Buchstraße hat Architekt Heiko Ostmann von der thallos AG am Mittwoch Gmünds Stadträten präsentiert.
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thallos AG Projektentwicklung GmbH präsentiert Bauprojekte für die Gmünder Oststadt. Ratsfraktionen sind begeistert. V

Schwäbisch Gmünd

Diese Pläne der Firma thallos AG Projektentwicklung GmbH aus Tübingen sind bekannt: Das Unternehmen will auf dem ehemaligen TSB-Sportplatz in der Buchstraße elf Gebäude mit mehr als 300 Wohnungen für etwa 600 Bewohner bauen. Die Wohnsiedlung entsteht in Holzbauweise, das Projekt soll beim Energiebedarf autark sein. Heiko Ostmann, Architekt der thallos AG, stellte den Stadträten des Bau- und des Verwaltungsausschusses das Vorhaben dennoch noch einmal vor. Denn der Gemeinderat soll am kommenden Mittwoch entscheiden, ob er einem städtebaulichen Vertrag zwischen der thallos AG und der Stadt Gmünd zustimmt, der die Einzelheiten des Vorhabens festzurrt. Dabei liegt die Baugenehmigung für das Vorhaben seit Juni vor. Ostmann erläuterte die einzelnen Bausteine: Auf dem Gelände wird es Wohnungen für Senioren geben. Es wird Wohnungen für Studenten und Singles geben. Und es sind Wohnungen für Familien vorgesehen, die zweieinhalb bis fünf Zimmer haben, mitunter über zwei Geschosse. Alle diese Wohnungen sollen vermietet werden, „nicht zu Spitzenpreisen“, sagte Ostmann. Er habe schon vor dem Ukraine-Krieg gesagt, dass wir wegmüssten vom Klimawandel. Heute sei jeder alarmiert. Deshalb habe die thallos AG mit Stefan Preiß für die Wohnsiedlung in der Buchstraße eine Energieversorgung entwickelt. Die Besonderheit dabei ist, dass die Wohnsiedlung sich selbst mit Energie versorgt. Dazu wird die thallos AG in Photovoltaik, Wasserstoff-Brennstoffzellen und Wärmepumpen investieren. Diese Investitionen werden auf die Mieter umgeschlagen.

Der TSB-Platz ist der erste Bauabschnitt in des Buchstraße. Ein benachbartes ehemaliges uwe-Grundstück ist der zweite. Und auch für dieses hat die thallos AG Ideen. Heutzutage gehe es darum, möglichst wenig Fläche zu versiegeln und möglichst viel Wasser versickern zu lassen. Ostmann stellte deshalb den Stadträten eine Bebauung vor, bei der die Wohnungen nicht in die Fläche, sondern in einem Turm in die Höhe gehen. Sternförmig wird dabei eine Fläche bebaut. Allerdings bleibt der Bereich unter dem Gebäude frei. Über den ersten Etagen, die für öffentliche Räume wie Gastronomie gedacht sind, sollen Wohnungen aus Holzmodulen entstehen. Vieles davon sei vorgefertigt, sagte Ostmann, weshalb er eine Bauzeit von einem Jahr ansetzte. Der Bau des Turms soll beginnen, wenn der erste Abschnitt in 2024 fertig ist.

Die Sprecher der Fraktionen waren beeindruckt von dem, was Ostmann ihnen präsentiert hatte. Dies sei ein „Vorzeigeprojekt“, sagte Martin Bläse (CDU). Ostmanns Vortrag habe ihn „begeistert“, sagte Karl Miller (B 90 / Die Grünen). Die ökologischen Ideen seien durchdacht. Seit zwölf Jahren sei er in diesem Gremium, sagte Miller, das für solche Ideen immer offener werde. Als „Leuchtturm für nachhaltiges Bauen“ wertete Tim-Luka Schab (SPD) das Projekt. Er lobte den „Mut zur Höhe“. Ein „Hoffnungszeichen“ sah Prof. Dr. Andreas Benk (Linke) in dem Vorhaben, Brigitte Abele (BL) sah das „Zukunftsweisende“ und Ludwig Majohr (FW/FDP) dankte für ein „tolles Projekt“.

Dieses Vorhaben in der Buchstraße und das Weleda-Bauprojekt auf dem Gügling - für Oberbürgermeister Richard Arnold waren sie „Fingerzeige in die Krisenzeiten hinein“, verbunden mit der Hoffnung, solche in Gmünd fortsetzen zu können.

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