In der Villa Hirzel beginnt der Wiederaufbau

+
vh
  • schließen

Nach Großbrand soll das Hotel/Restaurant Ende Oktober wieder eröffnen. Voraussichtlich ab September indisches Essen im City-Center.

Schwäbisch Gmünd

Nach dem Großbrand in der Villa Hirzel im Januar kann nun der Wiederaufbau beginnen. Sride Sriskandarayah, Geschäftsführer der Firma GS Gastronomie, die das Restaurant und Hotel in einem historischen Gebäude im Remspark betreibt, sagte auf Anfrage der Gmünder Tagespost, dass der zuständige Chemiker nun grünes Licht für diesen Teil der Sanierung gegeben hat.

Der Rückbau, bei dem alle durch den Brand und Rauch betroffenen Bauteile, Möbel und Einbauten entfernt wurden, habe fast den gesamten Komplex betroffen, berichtet Sriskandarayah. "Bis auf die Küche und den runden Salon war alles beschädigt", schildert er das Ausmaß. Der Brand war wohl im Bereich eines Weinschranks ausgebrochen. Vor allem das Rauchgas hatte dem Inventar und den Oberflächen damals zugesetzt. Über eine Million Euro müssten Pächter und Gebäudebesitzer nun in den Wiederausbau investieren. Nicht nur im Restaurant, sondern auch von der Rezeption bis in die Hotelzimmer habe der Rauch seine Spuren hinterlassen. Die notwendigen neuen Möbel seien bereits bestellt. Wie die Arbeiten angesichts der derzeitigen Sorgen vieler Handwerker um Rohstoffnachschub vorangehen, ist ungewiss. Sriskandarayah sagt, sein Wunsch sei eine Wiedereröffnung Ende Oktober - und dieser Wunsch sei nach Gesprächen mit Handwerkern durchaus realistisch.

Noch gar nie eröffnet hatte das jüngste Projekt der GS Gastronomie, das indische Restaurant Namaste im Erdgeschoss des City-Centers. Ursprünglich war ein Start bereits für Ende 2020 angekündigt worden, doch bislang ist der Eckbereich in zentrale Lage im Center noch mit Planen verhüllt. Dort habe unter anderem Corona den Zeitplan durcheinandergebracht, sagt Sride Sriskandarayah. Wegen der Pandemie habe es Probleme mit den Visa für die Einreise der indischen Köche gegeben, doch das sei nun bereinigt. Auch die Arbeit der Ladenbauer, die das Restaurant einrichten, sei zu 90 Prozent erledigt. Allerspätestens Ende September soll das Namaste seinem Namen, der "Willkommen" auf indisch bedeutet, alle Ehre machen.

„Durchaus realistisch.“

Sride Sriskandarayah, zur Wiedereröffnung im Oktober
  • Hier residierte der Fabrikant
  • Die Villa Hirzel, früher als Haus Hirzel bekannt, wurde vor 1875 als kleineres Wohnhaus gebaut. 1906 baute es der Architekt Carl Baas für den Fabrikanten Theodor Hirzel um und gliederte einen Fabrikanbau an. Später war dort das Zollamt untergebracht, nach dem Zweiten Weltkrieg die Silberwarenfabrik Forster & Graf. 1972 wurde das Anwesen an die Stadt verkauft. Bis zum Stadtumbau für die Landesgartenschau stand es ganz dicht an der vierspurigen B 29.
Wiederaufbau Villa Hirzel
Wiederaufbau Villa Hirzel

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare