Inder, aber auch Gmünder: buntes Programm im Prediger

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Veranstaltung des indisch-deutschen Kulturvereins

Der deutsch-indische Kulturverein hatte mithilfe der Stadt und des indischen Konsulats eine Feier zu Holi und Vasaikha mit Musik und Tanz organisiert.

Schwäbisch Gmünd

Die Schlussworte der Veranstaltung des indisch-deutschen Kulturvereins Anfang Mai im Prediger lauteten „Wir sind Inder, aber auch Gmünder“. Deepak Bawa, stellvertretender Vorsitzender und Motor des Vereins, führte durch das mit Unterstützung der Stadt Schwäbisch Gmünd und des indischen Konsulats in München organisierte Holi- und Vasaikha-Fest. Holi ist ein Fest der Farben, das die Hindus in Indien feiern, während Vasaikha das Erntefest der Religionsgemeinschaft der Sikhs in Indien ist.

Kusum Kandhari, Vorsitzende des Vereins, hatte unter anderem Oberbürgermeister Richard Arnold eingeladen. Auch Hermann Gaugele war dabei, Integrationsbeauftragter der Stadt, der mit viel persönlichen Einsatz von Seiten der Stadt zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatte. Schließlich reiste vom indischen Konsulat in München Havinder Singh an.

Die Veranstaltung war geprägt von klassischen und modernen Tanzvorführungen, bei denen die Tänzerinnen und Tänzer zu jedem Tanz andere indische, bunte Kleider trugen. Außerdem gab es Darbietungen von Indern und Inderinnen, die in Schwäbisch Gmünd leben, etwa den Tanz eines fast elfjährigen Mädchens oder das Lied eines indischen Jungen, das dieser ohne Begleitung vortrug. Ein Erwachsener bot zwei weitere Gesänge dar, ebenfalls ohne Begleitung, von denen der erste anlässlich des Muttertags den Müttern gewidmet war. Eine junge Inderin erläuterte in einem Vortrag mit Bildern die Bedeutung und den Ursprung der beiden Feste. Die junge Gmünder Gitarristin Amelie Büttner leistete mit zwei Werken einen weiteren musikalischen Beitrag.

Kennenlernen zum Verstehen

In ihren Ansprachen betonten die drei Redner die Wichtigkeit des kulturellen Austausches zwischen den Kulturen und die Notwendigkeit des sich gegenseitigen Kennenlernens.

Jawahar Kandhari erzählte von seinem Treffen mit dem indischen Premierminister Modi, der ihm mit auf den Weg gab, dass neben den offiziellen Vertretungen Indiens jeder einzelne Inder und jede einzelne Inderin in Deutschland ebenfalls Botschafter ihres Landes seien. Oberbürgermeister Arnold beschrieb Indien als großes Land mit verschiedenen Völkern, Kulturen und Sprachen, während die Stadt Schwäbisch Gmünd immerhin Menschen aus 130 verschiedenen Nationen zu ihren Einwohnern zähle. Davon seien 250 Personen indischer Herkunft. Alle leben in der Stadt friedlich zusammen. Harvinder Singh freute sich, dass die Veranstaltung geklappt habe und hoffe auf ähnliche, die das Konsulat unterstützen würde.

Zum Schluss der Veranstaltung unterrichteten die Tänzer und Tänzerinnen die Gäste in den Grundbewegungen des indischen Tanzes. Viele nahmen das Angebot zum gemeinsamen Tanzen an. Inzwischen wurde das vom Restaurant Ganesha gesponserte Buffet mit Currys und anderen Speisen eröffnet.

Videos und Bilder sind auf den Facebook-Seiten des indischen Generalkonsulats in München und des indisch-deutschen Kulturvereins Schwäbisch Gmünd zu sehen. Neue Mitglieder heißt der Verein gern willkommen.

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