Ins frühere Gasthaus Lamm zieht das Lokal Rosmarie ein

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Karen Kronwald und Cüneyt Fettan
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Karen Kronwald und Cüneyt Fettan eröffnen an der Rinderbacher Gasse ein Restaurant mit Speisen vorwiegend aus Bio-Produkten aus Gmünd.

Schwäbisch Gmünd

Ins frühere Lamm an der Ecke Rinderbacher Gasse und Kalter Markt zieht wieder Gastronomie ein. Karen Kronwald und Cüneyt Fettan eröffnen dort das Restaurant Rosmarie mit gesunden Speisen aus Bio-Produkten – vorzugsweise aus Schwäbisch Gmünd.

Derzeit läuft die Renovierung des über 600 Jahre alten Gebäudes. Er hoffe, das Rosmarie im Dezember eröffnen zu können, spätestens im Januar 2022, sagt Cüneyt Fettan. Der 39-Jährige stammt aus Aalen, wo er seit 2011 den Saftladen im Mercatura führt. Dort bot er unter anderem Biokaffee, Smoothies, Müslis, vegane Joghurts, Salate oder auch Suppen an. Das Obst und Gemüse bezog er vom Obstparadies in Oberkochen, dem Feinkostladen seiner Eltern, durch die er überhaupt erst auf das Konzept für den Saftladen gekommen ist.

Saftladen eröffnet nicht mehr

Es ging auf. Die Nachfrage nach gesunden Getränken, aber auch Speisen aus Zutaten der Region wurde so groß, dass die 32 Quadratmeter im Mercatura nicht mehr ausreichten, um ihr nachkommen zu können. So haben er und seine Mitarbeiterin im Saftladen, Karen Kronwald, entschieden, im März 2017 das Restaurant Rosmarie in der Reichsstädter Straße in Aalen zu eröffnen. Mit Erfolg. Der Laden läuft, die Zahlen passen, selbst während Corona, sagt Cüneyt Fettan. Essen zum Mitnehmen und der Lieferdienst kämen gut an. Darum hat sich der 39-Jährige entschieden, den seit dem Lockdown am 2. November geschlossenen Saftladen nicht mehr zu eröffnen und ihn abzugeben. Er sei in Gesprächen mit einem möglichen Nachfolger.

Lamm Gmünd

So kann sich Cüneyt Fettan mit seiner Geschäftspartnerin voll auf das Rosmarie konzentrieren – das bestehende in Aalen und das neue in Schwäbisch Gmünd. Hier haben sich die beiden einige leerstehende Gaststätten wie etwa das Café Spielplatz am Münsterplatz angeschaut. Doch mit Markus Eichele, dem Inhaber des Gebäudes an der Ecke Rinderbacher Gasse und Kalter Markt, habe es gleich gepasst. Der Pachtvertrag sei mittlerweile unterschrieben. Denn die Räume des früheren Lamm seien ideal für das Rosmarie mit 60 Sitzplätzen innen und 30 in der Gartenwirtschaft, wo bisher ein Anbau war. Auch den Gewölbekeller wollen Karen Kronwald und Cüneyt Fettan einbeziehen, um ihn für Weinproben und andere Events für bis zu 40 Personen zu nutzen.

Wie im Rosmarie in Aalen wollen die Gastronomen täglich öffnen. Es soll Frühstück geben wie die frische Frida mit Demeter-Rührei, Feta, Tomate, und Bioland-Brot, zum Mittagstisch verschiedene Salate, Nudelgerichte oder Bowls wahlweise mit Weiderindfleisch oder Bio-Hähnchenbruststreifen aus der Region, zudem Kaffee und Kuchen. Wichtig ist den Betreibern, dass die Bio-Produkte von Feld und Stall bis auf den Teller einer nachvollziehbaren Herstellungs- und Lieferkette folgen.

Viele Aalener wissen dieses nachhaltige Konzept zu schätzen, sagt Cüneyt Fettan. Nun seien er und Karen Kronwald gespannt, ob es nicht nur in ihrer Heimatstadt, sondern auch in Schwäbisch Gmünd ankommt. Falls ja, können sich die beiden vorstellen, weitere Rosmaries in Süddeutschland zu eröffnen.

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