Jede Woche Unterricht im Freien

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Staatssekretär Volker Schebesta trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Gmünd ein. Er traf im Forstpavillon im Himmelsgarten hiesige Bildungsexpertinnen und -experten sowie Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold (Vierter v.r.) und Landrat Dr. Joachim Bläse (Fünfter v.l.).
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Wie Schülerinnen und Schüler in Gmünd und im Kreis durch die Natur lernen sollen – Staatssekretär Volker Schebesta zu Besuch im Forstpavillon im Himmelsgarten.

Schwäbisch Gmünd

Sieben Naturkindergärten gibt es inzwischen in Gmünd; die Schülerinnen und Schüler der Grundschule sollen bald einen kompletten Schultag pro Woche in der Natur lernen; am Lernort Suppenstern im Himmelsgarten waren in diesem Jahr schon 2500 Kinder mit ihren Klassen da.

Viele Ansätze, ein Ziel :Gmünder Kinder sollen öfter als früher rauskommen aus dem Klassenzimmer, und in der Natur lernen. „Wir wollen in Zusammenarbeit mit der PH die Schule als Lernort etablieren, wo Bildung auch draußen stattfindet“, sagt Oberbürgermeister Richard Arnold.

Zu Gast im Forstpavillon im Himmelsgarten ist Volker Schebesta, Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport. Es ist ein schöner August-Ferientag, an dem der Himmelsgarten und der angrenzende Taubentalwald von unzähligen Familien mit Kindern bevölkert ist.

Dass es nicht einfach ist, dafür zu sorgen, dass Kinder auch mit ihrer Schule in der Natur unterwegs sind, das macht Klaus Arnholdt, der Leiter des Gmünder Schul- und Sportamts, dem Staatssekretär deutlich. Arnholdt erzählt von den Erfahrungen an der Pilotschule auf dem Hardt: „Ziel ist es, dass die Kindern einen Tag in der Woche draußen sind“, aber das sei eine anspruchsvolle Aufgabe: „Dafür braucht es bauliche Voraussetzungen – und Personal.“ Auch rechtliche Rahmenbedingungen erschwerten manchmal den Unterricht im Freien, fügt aus ihren Erfahrungen Sabine Fath, die Schulleiterin der Gewerbliche Schule, hinzu.

Wie Lehrer-Stellen besetzen?

Es gibt es einen Unterschied zwischen dem Wünschenswerten und dem Machbaren. „Wir würden das gerne mit mehr Personal unterstützen“, sagt der Staatssekretär. Aber: „Im Moment ist es unsere größte Baustelle: Wie kriegen wir im Moment die Stellen besetzt – auch im Ostalbkreis.“

Was im Kreis alles für die so genannte Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) unternommen wird, das berichtete Hermine Nowottnick, die Leiterin des Bildungsbüros, dem Gast aus Stuttgart. „Erlebnisorientiert“, mit konkreten, unmittelbaren, emotional ansprechenden Erfahrungen sollen Schülerinnen und Schüler dabei lernen. Der Himmelsgarten ist dafür ideal: „Der Himmelsgarten ist ein wunderbarer Lernort“, sagt Landrat Dr. Joachim Bläse.

Und die Waldpädagogik ein perfekter Lerninhalt. „Der Wald ist voller Nachhaltigkeit“, für Forstwirte sei der Begriff nichts Neues, sagt Wolf Noack, Sachgebietsleiter Waldpädagogik im Landratsamt. Er und Johann Reck, Dezernent für Wald und Forstwirtschaft, haben gewissermaßen ein Heimspiel im fast ganz aus Holz bestehenden Pavillon.

2500 Kinder im Suppenstern

Das gilt im Grunde auch für Margret Schnürle-Baier, die Organisatorin des Suppenstern, wo in diesem Jahr schon insgesamt 2500 zu Besuch im Himmelsgarten waren, um naturverbunden zu arbeiten und zu kochen – nachhaltig eben. Von MUNDI, der Bildungsinitiative der Stadt Gmünd und der Weleda für nachhaltige Entwicklung und Bildung, berichtet abschließend Olga Geraschenko.

„Bildung für nachhaltige Entwicklung“

Was der Begriff bedeutet: Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) soll Menschen befähigen, vorausschauend zu denken, informiert Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Lerninhalte der „BNE“ sind zentrale Themen wie nachhaltiger Konsum, Lebensweise, Mobilität, Klimaschutz und Biodiversität und deren Zusammenhänge.

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