Jetzt auch im Herbst keine Altersgenossen-Festzüge

  • Weitere
    schließen
+
Bilder wie dieses wird es in diesem Jahr nicht geben: Die Altersgenossenfestzüge 2020 fallen komplett aus. Das ist das Ergebnis einer Gesprächsrunde mit Vertretern der betroffenen Altersgenossenvereine, Oberbürgermeister Richard Arnold und Gerhard Bucher, dem Vorsitzenden des AGV-Dachverbands. Archivfoto: jps

Ergebnis der Gesprächsrunde mit Dachverband, Vereinen und Stadtverwaltung. Überlegungen richten sich aufs Jahr 2021.

Schwäbisch Gmünd

Das hat es seit Kriegsende nicht mehr gegeben: Die Altersgenossenfestzüge 2020 fallen komplett aus. Das ist das Ergebnis einer Gesprächsrunde mit Vertretern der betroffenen Altersgenossenvereine, Oberbürgermeister Richard Arnold und Gerhard Bucher, dem Vorsitzenden des AGV-Dachverbands.

"Es gibt aber noch viele offene Fragen", sagt Gerhard Bucher auf Anfrage der GT. "Wir haben uns darauf verständigt, dass die Feste nachgeholt werden." Grundsätzlich wäre es aus Sicht der Stadtverwaltung möglich gewesen, Feste in Coronazeiten mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen abzuhalten. Einen Festzug unter Auflagen und erschwerten Bedingungen wollten die Vereine nicht. Vor allem der Altersgenossenverein 1980, der nach ursprünglichem Plan an diesem Wochenende sein 40er-Fest hätte feiern können, lehnt einen Umzug mit Einschränkungen ab. Für Gerhard Bucher nachvollziehbar, denn "für die ist es der erste Festzug und das Highlight im bisherigen Vereinsleben".

Altersgenossenvereine beraten

Der zweifache Festzug durch die Innenstadt lebt von Emotionen. "Was bringt es, wenn dann noch Maskenpflicht besteht, wenn Freunde und Verwandte keine Rosen überreichen und Küsschen austeilen können", sagt der Dachverbandsvorsitzende. Nach Worten Buchers waren alle Vorstände skeptisch, ein solches Fest in diesem Jahr zu realisieren. So manche Mitglieder hätten ihre Zusage zur Teilnahme schon wieder zurückgezogen. Andere sehen ein Risiko, weil zuhause ältere Angehörige wohnen.

Die Vorstände der Altersgenossenvereine sollen das Ergebnis der Besprechung nun im Kreis der Mitglieder diskutieren. Dabei sei es noch völlig offen, ob der eine oder andere Verein auf einen Festabend setzt oder einen Ausflug wie geplant doch noch realisiert.

Wir überlegen, ob sich die diesjährigen Festvereine denen des Jahres 2021 anschließen.

Gerhard Bucher, AGV-Dachverband

Als gesichert gilt, dass die Feste nachgeholt werden. "Wir überlegen, ob sich die diesjährigen Festvereine denen des Jahres 2021 anschließen und gleichzeitig feiern." Es gebe aber auch die Möglichkeit, die Feste vorzuschalten oder an die reguläre Festreihe 2021 anzuhängen. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle, auch die Frage, was logistisch machbar ist, ob es genügend Raumkapazitäten für Festabende gibt. Das Thema Altersgenossenfeste soll nun am 1. Juli auch den Gmünder Gemeinderat beschäftigen.

Weiter aktuell ist dagegen das Sommerfest der Gmünder Altersgenossen "Rund um den Turm". Es läuft am 7. August in Kooperation mit dem Bistro am Turm . In diesem Jahr ist es auch Ersatz fürs Aloisle-Fest. "Aus heutiger Sicht können wir rund um den Fünfknopfturm feiern", sagt Bucher.

Nicht ganz ohne AGV

Er rechne damit, dass sich ab 1. August 500 Menschen im Freien treffen dürfen. Es bleibe auf die AGV-Mitglieder beschränkt, "wir veranstalten kein öffentliches Fest". Aber es ersetzt die Beach-Party am Altersgenossenplätzle an der Rems. Dort sei das Interesse rückläufig gewesen, erklärt Gerhard Bucher, "es war in der alten Form nicht mehr zielführend".

Die Altersgenossenfeste in Schwäbisch Gmünd beginnen gewöhnlich am zweiten Samstag im Juni mit dem 40er-Fest. Das wäre am morgigen Samstag, 13. Juni. Gleichzeitig wäre an diesem Tag das Stadtfest. An den Folgesamstagen feiern nach Plan die 50er bis 80er. Die Sommertermine wurden wegen Corona zunächst auf den Herbst verlegt. Beginnen sollten sie am Samstag 19. September mit den 40ern, enden am 17. Oktober mit den 80ern. Dazu wird es nun nicht kommen.

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL