Jugendliche aus aller Welt da

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In der Mitte mit roten Shirt Katrin Maas, links von ihr Zen aus Kalifornien und sein Gastvater Volker Starzmann aus Kirchheim /Teck. Rechts Eleonora aus Ravenna mit Gastmutter Sabina Schall-Marchtaler und Tochter. Foto: privat
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Erstes internationales Jugendcamp des Lions-Distrikts in Württemberg läuft in Gmünd ab.

Schwäbisch Gmünd

Emna zum Beispiel kommt aus Tunesien, Katarzyna aus Polen, Nikola aus Serbien, Maksime  aus Georgien, Eleonora aus Italien, Zen aus den USA, Eduardo aus Brasilien: 21 Jugendliche aus den verschiedensten Gegenden der Welt    sind vor einer Woche nach Süddeutschland angereist und lernen derzeit bei Gastfamilien  Land  und Leute in „The Länd“ kennen. 

An diesem Wochenende kommen sie alle für zwei Wochen  im Gästezentrum  Schönblick zusammen als Teilnehmer des Internationalen Lions-Jugendcamps. Solche Camps haben in der  in über 200 Ländern vertretenen Service-Organisation Tradition, sie werden seit 60 Jahren angeboten.  Für den Lions-Distrikt Süd-Mitte, der etwa das Gebiet Württembergs umfasst, ist es eine Premiere. Verantwortlich für das Projekt ist die neue Präsidentin des Lions-Clubs Gmünd-Stauferland, Katrin Maas. 

Die Teilnehmer, alle zwischen 16 und 21 Jahre alt, sollen  ein fremdes Land kennenlernen, sich aber auch untereinander austauschen. Und es geht nicht nur darum, eine schöne Freizeit zu haben: Die Jugendlichen sollen sich auch mit einem  drängenden Thema auseinandersetzen. „Beim Camp in Gmünd heißt es 'Nachhaltiges Leben und Entwicklung'“ sagt Katrin Maas.  Die Teilnehmer werden zum Beispiel im Rathaus empfangen und über die Klimaziele Gmünds informiert. Ein Treffen mit Vertretern der Bewegung „Fridays for future“ sei ebenso geplant. 

Auch Exkursionen richten sich meist an dem Thema aus. Beim Besuch in der Wilhelma zum Beispiel informiert eine Expertin die Jugendlichen über bedrohte Tierarten. Sie absolvieren einen Workshop über „Klimawandel“, besuchen das Biosphärenzentrum Münsingen, das Energiezentrum Wolpertshausen, die Lions-Allee und das Gestüt im Marbach. Dem Motto folgend werden fast alle Exkursionen mit der Bahn durchgeführt. Nur in Ausnahmen werde ein Bus benutzt, so Katrin Maas. Eine Auswertung der Programmpunkte schließt das Treffen ab. Doch auch die Freizeit kommt nicht zu kurz: bei einem Bummel durch Stuttgart zum Beispiel oder bei der Teilnahme am Training des Footballteams Schwäbisch Hall Unicorns.

Die Idee, ein solches internationales Jugendtreffen in Württemberg auszurichten kam auf, während ihr Mann Dieter Maas in den Jahren 2018/2019 Governor des Distrikts Süd-Mitte war, erzählt Katrin Maas.  Wegen der Corona-Pandemie mussten die Pläne jedoch zwei Mal verschoben werden.  Die Möglichkeit, die in Gmünd nun junge Leute aus Europa, Afrika und Amerika wahrnehmen, gebe es für deutsche Jugendliche auch: „Wir schicken jedes Jahr junge Leute in Camps weltweit“, so Maas.  Solche Camps werden über die internationale Lions-Geschäftsstelle  weltweit ausgeschrieben.

Interessierte junge Leute, die nicht aus Lions-Familien kommen müssen, können sich bei der Lions-Organisation ihresHeimatlandes um die Teilnehme bewerben.

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