Junge Leute fürs Theater begeistern

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Die Programm-Flyer sind da: Am Samstag, 10. September, startet die Gmünder Theaterwerkstatt in die neue Saison. Im Bild Petra Rohaczek (links) und Regina Münsinger. Foto: Tom
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Petra Rohaczek und Regina Münsinger präsentieren das neue Programm der Gmünder Theaterwerkstatt. Schwierige Corona-Jahre gemeistert.

Schwäbisch Gmünd

Im besten Fall finden 99 Besucherinnen und Besucher Platz in der Theaterwerkstatt in Schwäbisch Gmünd. In der vergangenen Saison waren es zum Teil deutlich weniger. Wegen der Corona-Pandemie „haben wir mit 32 Gästen begonnen, später durften 50 rein, gegen Ende der Spielzeit waren es auch mehr“, sagt Petra Rohaczek, die das Theater zusammen mit Regina Münsinger leitet. „Wir freuen uns auf die neue Saison“, sagt Regina Münsinger und hofft auf möglichst geringe Corona-Einschränkungen.

Neun Aufführungen für Erwachsene, fünf für Kinder, stehen auf dem Programm, das am Samstag, 10. September, mit Andy Häusslers „Der sechste Sinn“ starten wird. „Ein außergewöhnlicher Auftakt“, sagt Petra Rohaczek: Andy Häussler zeigt, wie sich die Sinne täuschen lassen und was man dagegen tun kann. Er beobachtet Menschen und weiß, wie sie gleich handeln werden.

Ganz so magisch geht‘s nicht weiter. Bis zum 23. April 2023 erleben Theaterinteressierte alte Bekannte, Bernd Lafrenz (21. Januar) etwa, „der schon mehr als 25 Mal auf der Bühne in der Theaterwerkstatt stand“, wie Regina Münsinger sagt. Auch Helge Thun muss in Schwäbisch Gmünd nicht mehr nach der Theaterwerkstatt suchen. „Reime, Tricks & Comedy“ bringt er am 11. Dezember mit.

Ein Heimspiel haben Chris Kaiser, Sarah Gros und Svend Renkenberger, die am 12. Februar „Remote Control“ aufführen werden.Eine Crossover Performance mit live gemalten Sandbildern, Schattenspiel, Butoh-Tanz und geloopten Schlagwerk. „Ein lebendiger Comicstrip mit ungewissem Ausgang“, so beschreiben Künstlerin und Künstler selbst ihr Werk.

Möglich ist all das, weil der Verein Theaterwerkstatt voll und ganz auf ehrenamtliche Organisation baut. Deshalb lassen sich in der Saison auch nur eine begrenzte Anzahl von Stücken auf die Bühne bringen. Und auch das ist nur durch weitere Unterstützung möglich.

Bei insgesamt 600 Besucherinnen und Besuchern in der vergangenen Spielzeit können die Künstlerhonorare nicht eingespielt werden. Zwei Mal profitierte die Theaterwerkstatt vom Förderprogramm „Neustart Kultur“. So wurden bis zu 46 Prozent der Gastspielkosten übernommen. Und auch die Stadt Schwäbisch Gmünd kommt dem Verein entgegen, vor allem bei der Miete für die Räume in der ehemaligen Spitalkapelle.

Für die Spielzeit 2022/2023 hoffen die Initiatorinnen auf geringere Hürden, auf die Möglichkeit, alle Plätze anbieten zu können. Das hat vor der Corona-Pandemie auch zu höheren Einnahmen geführt. Zusammen mit einem „Programm, das sich besonders an junge Leute wendet“, wie Petra Rohaczek sagt, will die Theaterwerkstatt auch in Zukunft Teil der Kulturlandschaft in der Stadt bleiben.

Das bietet die Theaterwerkstatt in der neuen Saison

Am Samstag, 10. September, um 20 Uhrist Saisonstart mit Andy Häusslers „Der sechste Sinn“.

Sonntag, 2. Oktober, um 18 Uhr: Auftritt der Hör und Schaubühne.

Sonntag,13. November, um 18 Uhr: Matthias Ningel „Widerspruchreif“.

Sonntag, 11. Dezember, um 18 Uhr: Helge Thun „Held der Komik“.

Samstag, 21. Januar, um 20 Uhr: Bernd Lafrenz „König Richard III“.

Sonntag, 12. Februar, um 18 Uhr: Chris Kaiser, Sarah Gros und Svend Renkenberger „Remote Control“.

Samstag, 18. März, um 20 Uhr: Anna Piechotta „Liebeslieder zum Entlieben“.

Sonntag, 23. April, 18 Uhr: Tobias Gnacke „Wer jagt gewinnt“.

Mehr zum Programm unter www.schwaebisch-gmuend.de. Karten gibt es im Vorverkauf im i-Punkt. 

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