Kameras helfen gegen Vandalismus

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Rund 25 ehrenamtliche Helfer waren beim Herbstputz am Salvator an der Arbeit.
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Mitglieder des Freundeskreis treffen sich am Salvator zur Herbstputzete. Es war ein Jahr, in dem viele kleine Ausbesserungsarbeiten unternommen wurden.

Schwäbisch Gmünd 

Ein ganzes Bündel an abgeschnittenen Ästen liegt da, dort abgezwickte Zweige eines Busches, der dank der feuchten Witterung im Wortsinn über sich hinausgewachsen ist. „Wir hatten in diesem Jahr mehr zu tun, weil es immer wieder geregnet hat. Eine üppige Vegetation war das Ergebnis“, sagt Werner K. Mayer vom Salvator-Freundeskreis. Er er bückt sich und schnappt sich ein Bündel Geäst.

„Wir haben schon Vorarbeit geleistet. Seit Mittwoch sind wir hier zugange“, bilanziert er am Samstagmorgen. „Aber heute werden wieder dankenswerter Weise viele Helferinnen und Helfer kommen“, bemerkt er, während sein Blick hinunter zum Eingangsbereich des Salvatorgeländes geht.

Starke Gemeinschaft seit 2009

So ist es: Nach und nach erobern die Mitglieder des Freundeskreis den Kreuzweg. Gartenscheren, Handschuhe, festes Schuhwerk, Besen und Rechen sowie großen Arbeitswillen im Gepäck. Auf der Agenda steht der offizielle Herbstputz. Beherzt wird zugepackt. „Weil es in der Gemeinschaft Spaß macht und wir alle einen schönen Salvator möchten“, lautet die Begründung eines Mannes, der mit einer langstieligen Astschere übers Geländer gestreckt am Hang des Plateaus einen Sommerflieder zurechtstutzt.

Diese starke Gemeinschaft des Freundeskreises des Salvators hält seit August 2009 zusammen. Alljährlich kümmert man sich nicht nur mit viel Körpereinsatz um den Erhalt des Gesamtensembles, Mitglieder spenden auch noch für nötige Dinge. So konnte etwa eine kleines Mäuerchen an der Salvatorklause an den Hang geschmiegt werden, ein Hingucker allemal. Dazu bekam eine Treppe nicht nur neue Stufen, sondern auch einen harmonischen Schwung von der Felsenkapelle-Bühne hinab zur Felsenkirche. Liebevolle und professionelle Handarbeit ist ersichtlich. Außerdem wurden in der Kapelle die Schlusssteine und das Kreuz restauriert, so wie auch alle Figuren entlang des Kreuzwegs von professioneller Hand restauriert wurden, oder auch die Figur Anna Selbdritt in der Felsenbühne. Viele Spenden wurden so gesammelt. Nicht nur unter den rund 150 Mitgliedern, wie sich Werner K. Mayer, der Freundeskreissprecher, freut.

Oben beim „Pandemiegarten“, wo sich nun sieben Lebensweisungen und die Segenshand den Besuchern offerieren, erklärt Mayer: „Wir nehmen alle mit - überkonfessionell.“ Und er beschreibt, wie im Sommer die Besucher stehenbleiben und sich den Lebensweisungen auf Tafeln aufmerksam gewidmet haben: Demut, Solidarität, Klugheit, Nächstenliebe, Vertrauen, Geduld und Mäßigkeit. Diese Gäste sind gern gesehen, sie genießen nicht nur den schönen Ausblick auf Gmünd, sondern lassen sich auch von den Botschaften inspirieren.

Andere Besucher hingegen sind nicht willkommen, sie kommen nachts und hinterlassen Flaschen und anderen Müll. Mühevoll muss der Unrat aus den Hängen gesammelt werden, ehe die Motorsense zum Einsatz kommen kann. Solche Vandalen haben in diesem Jahr eine Infotafeln herausgerissen aus ihrem Fundament, und sie knickten mehrfach das Wasserröhrchen am „Herz-Jesu-Brünnlein“ in der Ecco-Homo-Kapelle ab. Wobei Mayer weiter erzählt, dass der Vandalismus nachgelassen habe, seit nun Überwachungskameras die Objekte im Fokus haben.

Neue Ideen fürs kommende Jahr

So traf man sich am Samstag zum 21. Arbeitseinsatz in diesem Jahr. Jetzt ist der Salvator für den Winterschlaf gerüstet dank des großen ehrenamtlichen Engagements. Und fürs kommende Jahr hat man bereits Ideen, was verbessert werden könnte: Etwa die Felsenbühne mit ihren Dokumentationstafeln soll so eingerichtet werden, dass eventuell auch kleinere Konzerte in ihr stattfinden könnten. „Wir werden sehen, ob wir das schaffen“, überlegt Mayer.

Wir hatten in diesem Jahr mehr zu tun.“

Werner K. Mayer, Salvator-Freundeskreis

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