Kein einfaches Jahr für die Kitas

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Die Verantwortlichen der katholischen Kindertageseinrichtungen in Schwäbisch Gmünd blicken auf ein ereignisreiches Jahr 2020 zurück, das von der Corona-Pandemie bestimmt wurde.

Schwäbisch Gmünd

Das Jahr 2020 ist Vergangenheit. Grund für die Verantwortlichen der katholischen Kindertageseinrichtungen in Schwäbisch Gmünd zurückzublicken. Zumal am 1. Januar 2020 keiner von ihnen dachte, "dass das Jahr 2020 so besonders werden würde".

Als die Belegschaft der Kindertageseinrichtungen nach der Weihnachtspause 2019/20 fast vollzählig ihre Arbeit wieder aufnahm, war das Coronavirus noch weit entfernt. Doch jeden Tag rückte es näher. Bereits im Februar seien die ersten pädagogischen Fachkräfte in den Einrichtungen "direkt betroffen" gewesen, berichten die Verantwortlichen der katholischen Kindertageseinrichtungen. Die Folge: Die Unsicherheit bei allen Beteiligten sei von Tag zu Tag größer geworden – "und auch wir als Träger brauchten eine gewisse Zeit, uns durch Informationen, neue Regelungen, Vorschriften, Maßnahmen durchzuarbeiten".

Doch bereits während des ersten Lockdowns im März zeigten sich die Einrichtungen "äußert kreativ". So gab es für die Kinder unter anderem eine regelmäßige "Kindi-Post" mit Geschichten und Bastelanleitungen sowie Videoangebote mit selbstgedrehten Geschichten und vieles mehr.

Kaum Kinder in den Kitas

Die Einrichtungen selbst nutzten die unfreiwillige Pause derweil anderweitig. Im Innern und in den Außenbereichen wurde gewerkelt, gemalert und geräumt, ehe mit Beginn der erweiterten Notbetreuung die ersten Kinder in die Kindertageseinrichtungen zurückkehrten. Doch der erwartete Ansturm blieb aus. Denn zu Beginn nutzten nur wenige Eltern die erweiterte Notbetreuung – für den Träger selbst sei dies rückblickend "überraschend" gewesen. In den ersten Wochen seien weniger als fünf Prozent der rund 900 Kinder in den Kindertageseinrichtungen betreut worden. Dieser Zustand sollte sich jedoch mit der Zeit ändern, denn nach Meinung der Kita-Verantwortlichen seien viele Eltern während des andauernden Lockdowns "an ihr Limit" gekommen. Aber mit der Rückkehr der Kinder kamen auch fortlaufend neue Vorschriften sowie Abstands- und Hygieneregelungen. Zur Erleichterung vieler Einrichtungen kam es schließlich zu einer Änderung der Vorgaben durch das Kultusministerium. "Mit dem Übergang in den Kindergartenbetrieb unter Pandemie-Bedingungen kehrten fast alle Kinder in die Einrichtungen zurück", so die Verantwortlichen.

Erste Schließungen

Doch Ende Mai die nächste Hiobsbotschaft: Der Kindergarten St. Antonius in Bargau musste wegen eines Verdachtsfalls zum Teil geschlossen werden. Am 22. Juli folgte die erste Vollschließung und Reihentestung im Kindergarten Eden.

Trotz aller Einschränkungen im Betrieb und zu beachtenden Regelungen fanden die Einrichtungen noch Zeit, "ihre konzeptionellen Ziele umzusetzen", betonten die Verantwortlichen. So bewarben sich zwei Einrichtungen erfolgreich im diözesanen Familienzentren-Projekt: das Kinder-und Familienzentrum St. Maria in Herlikofen und das Kinder-und Familienzentrum St. Koloman auf dem Rehnenhof. Die Kindertageseinrichtung St. Elisabeth auf dem Hardt wurde durch das sogenannte BeKI-Projekt zertifiziert und ist somit eine der Kindertageseinrichtungen in Baden-Württemberg, die der Landesinitiative Bewusste Kinderernährung (BeKi) angehören. Der Caterer der Einrichtung, St. Anna aus Gmünd, wurde ebenfalls zertifiziert.

Jubiläum ohne Fest

In den Kindergärten St. Katharina in Hussenhofen und St. Michael in der Weststadt wurden die Außenanlagen neugestaltet beziehungsweise fertiggestellt und feierlich im kleinen Rahmen eingeweiht. Der Kindergarten Eden bekam im November durch das Institut für Soziale Berufe St. Loreto das Zertifikat zum Bewegungskindergarten überreicht. Die Kita Marienheim in der Stadtmitte beging das 25-jährige Bestehen ganz ohne Feier, lediglich mit einer kleinen Festschrift.

Mitarbeiter verabschiedet

Trägerseits wurden 2020 auch langjährige Mitarbeiter verabschiedet. Doris Fischer, frühere Leiterin des Kindergarten St. Maria in Bettringen, sagte nach über 40 Jahren Dienstzeit "Ade!". Ebenso wie Romanus Kreilinger, ehemaliger Kindergartenbeauftragter der Seelsorgeeinheit Schwäbisch Gmünd Mitte. Auch Sylvia Seitzer-Götz, Leiterin des Montessori-Kindergartens St. Peter und Paul auf dem Hardt, wurde verabschiedet. Sie wechselte mit ihrer Einrichtung zur Stadt Schwäbisch Gmünd, welche seit September die Trägerschaft innehat.

Mit dem erneuten Lockdown zum 16. Dezember verabschieden sich die katholischen Kindertageseinrichtungen viel stiller in die Weihnachtspause als sonst – und hoffen, dass 2021 vieles besser oder zumindest einfacher und angenehmer wird.

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