Kein Tag ohne Bewegung

+
Glückwünsch zum 80. Geburtstag: Paul Weinmann mit seiner Ehefrau Walburga und dem Gratulanten Müsterpfarrer Robert Kloker.
  • schließen

Der frühere Münstermesner Paul Weinmann feiert heute seinen 80. Geburtstag - und ist immer noch vielfältig engagiert im kirchlichen Leben in Gmünd.

Schwäbisch Gmünd

Als Paul Weinmann seinen festlichen Anzug wieder anprobiert hat, war er ganz erstaunt: „Ich habe abgenommen“, sagt der ehemalige Mesner des Münsters, der am Freitag seinen 80. Geburtstag feiern konnte.

Auch mit 80 ist Paul Weinmann fit und wie seit vielen Jahrzehnten immer noch vielfältig engagiert im kirchlichen Leben in Gmünd. Dass die Anzughose jetzt so locker sitzt, hat mit einer neuen Angewohnheit zu tun, die sich Weinmann in den letzten Jahren zugelegt hat: „Ich habe eingeführt, dass ich jeden Tag einen Spaziergang mache.“ Die Bewegung tue ihm gut, sagt er. Seine Runden führen den Südstadtbewohner mal hoch zur Trasse und regelmäßig in die Gmünder Innenstadt, gerne geht er gemeinsam mit seiner Frau über den Wochenmarkt. Auch weil man viele Leute trifft: „Das gehört einfach dazu. Neulich hatten wir vier Begegnungen, bevor wir überhaupt etwas einkauft haben.“

Seit 60 Jahren im Münsterchor

Aber auch sonst ist Paul Weinmann noch sehr aktiv, auch nach mehr als 60 Jahren singt er noch im Münsterchor, wo er sich als Notenwart ums musikalische Inventar kümmert. Auch für seine Sternsinger, die ihm am Herzen liegen, ist er noch im Dienst. „Ich habe eine Kolping-Sternsingergruppe unter mir, und ich hoffe, dass wir dieses Mal nach zwei Jahren Pause endlich wieder vor und in den Häusern singen können.“

Was Paul Weinmann und seine Sänger an Spenden bekommen, geht nach Südafrika. Dorthin hat der Gmünder schon vor über einem halben Jahrhundert Kontakte zu Missionaren geknüpft und dabei immer wieder Krankenhäuser konkret bei ihrer Arbeit unterstützt. 1970 ist er, sechs Wochen unbezahlten Urlaub nehmend, zum ersten Mal sogar selber in das Land am südlichen Ende des großen Kontinents geflogen. Damals hat er noch im elterlichen Betrieb in der Ledergasse als Friseur gearbeitet. Nach 15 Jahren in dem Beruf ist er 1973 schließlich das geworden, womit ihn viele Gmünd auch heute noch assoziieren: Mesner im Münster.

Weiterhin Mesner im Ehrenamt

Heute macht er noch ehrenamtlichen Mesnerdienst im Seniorenheim St. Anna, auch als Lektor und Kommunionhelfer hilft er dort bei den Gottesdiensten mit, „als was man mich eben braucht“, sagt er. Und er ist weiterhin aktiv im Mesnerverband, wo er als Bezirksleiter für Gmünd im Dekanat Ostalb Veranstaltungen organisiert.

Paul Weinmann ist ein Mann für den langen Atem, viele seiner Engagements und Tätigkeiten macht er seit vielen Jahrzehnten. Und er genießt auch 80-jährig die menschlichen Kontakte, die daraus entstanden sind und fortbestehen: „Manche Freundschaften nach Südafrika habe ich heute noch.“

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Kommentare