Kein Umzug in Gmünd trotz Lockerungen

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Umzug in Gmünd
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Auch wenn's erlaubt wäre: Die Gmender Fasnet verzichtet aus organisatorischen Gründen auf den Umzug.

Schwäbisch Gmünd. In Schwäbisch Gmünd wird es dieses Jahr keinen Umzug am Faschingsdienstag geben, auch wenn die Landesregierung diese nun doch zulassen wird - unter Einhaltung der 3-G-Regel. Das sagt Raimund Vogt, langjähriger Organisator des Gmünder Gaudiwurmes. Bei einer Umzugslänge von gut zwei Kilometern quer durch die Gmünder Innenstadt könnten die Organisatoren niemals die 3-G-Zulassungsregel kontrollieren, nennt Raimund Vogt den Hauptgrund. „Da bräuchten wir rund 100 Helfer zusätzlich.“

Zudem brauche eine Veranstaltung in der Größenordnung viel mehr Vorlaufzeit. Wagenbauer starteten im Spätherbst mit ihrer Arbeit, Faschingsgruppen bereiteten sich viele Monate darauf vor, Ordner und Eintrittsverkäufer müssten engagiert, die Strecke vorbereitet, Versicherungstechnisches geklärt werden. „Wie soll das alles in so kurzer Zeit gehen?“, kritisiert Vogt den spontanen Beschluss des Landes vom vergangenen Freitag. Viele Narrengruppen hätten die Saison abgesagt und freuten sich auf eine närrische Zeit 2023.

Keinen Schnellschuss

Einer alternativen, kürzeren Strecke mit weniger Zutrittsmöglichkeiten erteilt der Umzugschef ebenfalls eine Absage. „Der Aufwand ist einfach zu groß“, sagt Vogt. „Es hängen zu viele Leute dran.“ Die Gmender Fasnet wolle jetzt nicht schnellschnell etwas Schlechtes machen. Dann lieber schweren Herzens den Umzug ausfallen lassen und einen umso schöneren fürs kommende Jahr planen.

Wie der Rathaussturm am schmotzigen Donnerstag, 24. Februar, ablaufen wird, kann Fasnetspräsident Eberhard Kucher noch nicht sagen. Es werde garantiert etwas geboten, vermutlich im Kleinen und ohne großes Publikum - wie im vergangenen Jahr auch. Die Besucherzahlen seien bei allen Veranstaltungen nicht kalkulierbar, erklärt Raimund Vogt. Das sei extrem schwierig für die Veranstalter. „Was machen wir, wenn zu einem kleinen Rathaussturm plötzlich 2000 Leute kommen?“, sagt er. Das Risiko, dass die Veranstaltung den Verantwortlichen über den Kopf wachse, sei einfach zu groß. ⋌Marie Enßle

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