Kindergärten inmitten der Natur

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Klaus Arnholdt (links) zusammen mit Julia Bichweiler und Krishna Saraswati bei der Vorstellung des Jurtenkindergartens am Nepperberg. In freier Natur soll die Persönlichkeitsbildung durch spielerisches Lernen gefördert werden.
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In Schwäbisch Gmünd gibt es insgesamt zwei neue Waldkindergärten und eine Erweiterung eines Kindergartens. Das Verständnis für die Natur steht dabei an oberster Stelle.

Schwäbisch Gmünd

Einen Kindergarten mitten im Wald, umrandet von der Natur. Gibt es. Genauer gesagt, gleich drei. In einer Kita-Tour stellte Klaus Arnholdt, Leiter des städtischen Amts für Bildung und Sport, zusammen mit den jeweiligen Leitern die Kindergärten vor. "Wir sind wirklich froh darüber, Pädagogik an magischen Orte in der Stadt zu bieten", sagt Arnholdt.

Der Jurtenkindergarten am Nepperberg: Die Arbeiten an dem neuen Waldkindergarten sind bereits in vollem Gange. Die ersten Jurtenhütten sind bereits erkennbar. Bis zum Start am 15. September soll hier ein kompletter Jurtenkindergarten mitten im Wald entstehen. Für insgesamt 20 Kinder soll hierbei "der Kreislauf des Lebens", anhand der Natur sichtbar gemacht werden, sagt der Leiter des Living Circles, Krishna Saraswati. Der Hauptaspekt bei Living Circles sei das Arbeiten mit Naturprodukten und im Einklang mit der Natur zu leben. Genau das spiegelt sich auch bei dem Bau des Jurtenkindergartens wieder. "Zur Isolierung verwenden wir beispielsweise Schafsfell und arbeiten auch sonst nur mit recycelbaren Materialien", sagt er.

Die Kinder sollen in dieser Kindertagesstätte aber auch die "paradiesische Natur" kennenlernen, sagt Saraswati. Aus diesem Grund brachten sie an dem Teich vor Ort eine Leitung an, die einen kleinen Bach durch das ganze Gelände ermöglicht. "Später wollen wir noch Nutztiere, wie Schafe oder Esel anschaffen", sagt er. Um eine gewisse Abwechslung zu bieten und den Kindern den Umgang mit Tieren beizubringen. "Da wir auch mitten im Wald sind, gibt es eigentlich täglich neue Abenteuer zu entdecken", sagt er.

Die Nachfrage ist auch bei den Erziehern sehr groß. "Es gingen viele Bewerbungen ein, da es eben auch etwas Besonderes ist", sagt Saraswati. Und auch die ersten zehn Kinder sind angemeldet. Doch es sind noch Plätze frei. "Insgesamt können sich 20 Kinder bei uns anmelden" sagt Erzieherin Julia Bichweiler.

Anmeldung: Über Julia Bichweiler unter 0163 6664245 oder unter info@sozialkraft.de.

Evangelischer Waldkindergarten Hoffnungshaus: In der Nähe des Jurtenkindergarten entsteht der neue Evangelische Waldkindergarten Hoffnungshaus. Auch hier steht der Einblick in die Natur an oberster Stelle. "Wir wollen den Kindern, die Schöpfung Gottes und auch die Natur nahe bringen", sagt der Leiter des Schönblicks Martin Scheuermann.

Der Kreislauf des Lebens soll sichtbar werden.

Krishna Saraswati, Leiter des Living Circles

Auch hier haben insgesamt 20 Kinder Platz. Die Anmeldungen seien allerdings noch nicht möglich. Ein Schnupperbesuch dagegen ist durchaus möglich. "Die ersten Kinder waren bereits mit ihren Eltern hier", sagt Gerhard Schwemmle von der evangelischen Gemeinde. Der Start ist erst im kommenden Frühjahr geplant.

Da das Hoffnungshaus und der Jurtenkindergarten mitten im Wald sind, ist er schnell zu übersehen. "Die Kinder treffen sich deshalb unten an einem Sammelpunkt im Taubental und laufen dann gemeinsam hoch", sagt Schwemmle. Genauso ist es auch beim Jurtenkindergarten organisiert.

Weitere Informationen: Bei Gerhard Schwemmle unter (07171) 9707444 oder unter littlebird.de.

Das Kinderhaus Waldau: Seit September 2019 gibt es zu dem Kinderhaus eine zusätzliche Waldgruppe. "Wir hatten vorher Platz für 25 Kinder, jetzt haben wir 35 Plätze", sagt Leiterin Sarah Tost. Trotzdem ist hier im Vergleich zu den anderen Kindergärten die Kapazitätsgrenze erreicht. "Wir haben keinen Platz mehr und auch die Warteliste ist lang", sagt Tost. Das Besondere hier seien die Begegnungen mit den Tieren und mit der Natur. Auf den Gelände gebe es viele Tiere und "um uns herum haben wir viel Wald, wo wir viele Spaziergänge machen können", sagt der Träger des Kinderhaus Michael Friedel.

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