Kindergarten mit Spielfläche auf dem grünen Dach

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Ist-Zustand und Neubau-Plan: Im kommenden Jahr könnten die Kinder in ein Ausweichquartier umziehen, Anfang 2023 würde das alte Gebäude abgebrochen.
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Ein Neubau für den Kindergarten Kunterbunt an der Rauchbeinschule: Platz für sechs Gruppen und mehr Außenfläche für die Kinder.

Schwäbisch Gmünd

2023 könnte der alte Kindergarten abgebrochen werden, dann der Neubau beginnen: Wie künftig der Kindergarten Kunterbunt an der Rauchbeinschule aussehen könnte, das hat VGW-Chef Celestino Piazza nun den Stadträten im Gmünder Gemeinderat vorgestellt.

„Wir haben eine Holzkonstruktion geplant, das Thema Kunterbunt soll sich an der mehrfarbigen Fassade widerspiegeln“, erläuterte Piazza und zeigte erste Entwürfe. Die Fassade könnte mit farbigen Platten und Stäben bunt werden, teilweise soll es auch eine Naturholzfassade geben. Im Erdgeschoss würden vier Gruppen unterkommen. „Jede Gruppe hat direkten Zugang zur Außenfläche“, so Piazza. Der Garten würde sich beim vorliegenden Plan um 130 Quadratmeter vergrößern, so der VGW-Chef. Und: „Der Baumbestand bleibt komplett erhalten.“

Im Obergeschoss ist Platz für zwei weitere Kindergarten-Gruppen vorgesehen, diese sind für unter Dreijährige. Auch die Kleinsten sollen nicht ohne Außenbereich auskommen müssen, für sie ist eine 55 Quadratmeter große eigene Spielfläche auf dem begrünten Dach vorgesehen. Im bisherigen Gebäude sind sechs Gruppen auf einem Stockwerk untergebracht. Die neue Planung sieht auch den Bau einer Mehrzweckhalle vor, quasi als kleine eigene Sporthalle für den Kindergarten. Auch eine Photovoltaik-Anlage sei denkbar.

Auf Basis des Entwurfs könne dann die „Feinjustierung der Pläne im neuen Jahr“ gemacht werden, so Celestino Piazza. Teurer als in den Vorjahren wird das Bauen mit Sicherheit: „Bisher hat man mit 600000 Euro pro Gruppe gerechnet, jetzt dürften es 700000 Euro sein.“ Insgesamt schätzt Piazza die Kosten auf „4,2 bis 4,5 Millionen Euro“.

Wo die Kinder während der Bauphase unterkommen, das sei „die große Herausforderung“, sagte Klaus Arnholdt, der Leiter des Schul- und Sportamts. Die Idee sei es, das ursprünglich für die Hochschule für Gestaltung gebaute Containerdorf in der Krähe als Ausweichquartier für die Kunterbunt-Gruppen zu nutzen. Möglicherweise müsse man einen Shuttleservice einrichten, meinte Arnholdt. Derzeit werden die Wohncontainer im westlichen Gewerbegebiet noch von Bosch genutzt, Ende April werden die letzten Beschäftigten ausziehen, berichtete Piazza. Es soll ebenerdig zugehen: „Das Obergeschoss kommt weg, Kunterbunt passt komplett ins Erdgeschoss.“ Ein großes Plus der Behelfslösung ist der vorhandene Außenbereich: „Das Freigelände bietet rund 2400 Quadratmeter Grünfläche mit einem Zaun drumherum, das wäre ein sicherer Bereich“, meinte Piazza. Den Zeitplan skizzierte Piazza so: im Oktober 2022 Umzug, im ersten Quartal 2023 Abbruch, danach Baubeginn. Klaus Arnholdt fügte im Hinblick auf die benachbarte Rauchbeinschule noch hinzu, dass deren Sanierungsbedarf nicht vergessen werde: „Die Schule wird nicht hinter runterfallen, die haben wir in der Schulentwicklung mit drin.“

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