Kirche mit Konfetti-Segen für die Kinder

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Thomas Krieg begrüßt mit Silbermännle die kleinen und großen Besucher beim ökumenischen Kirchenerlebnis in St. Michael.
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In St. Michael gab es am Sonntag ein besonderes Kirchenerlebnis. Thema „Über die Freude“ voll erfüllt.

Schwäbisch Gmünd

Ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie war am Sonntag in der St. Michael Kirche in Schwäbisch Gmünd garantiert. Das achtköpfige Organisationsteam rund um Pfarrerin Maike Ulrich und Pastoralreferentin Silke Weihing zauberte „närrisches“ Flair in und um das Gotteshaus in der Weststadt.

Eigentlich wollten sich die Mitglieder der Freiwilligen Guggenmusik Überdruck ebenfalls im Außengelände positionieren um ihre Schrägen Klänge über die Weststadt erschallen zu lassen. „Aber angesichts der Ereignisse in der Ukraine haben wir beschlossen, dass es keine Guggenmusik gibt“, erklärte Thomas Krieg vom Orga-Team.

Origami zum Mitnehmen

Dennoch war nicht zu übersehen, dass man unter dem Motto „Über die Freude“ ein außergewöhnliches Kirchenerlebnis mit einigen Faschingsarrangements erhielt. Viele Familien hatten sich bei ihrem Besuch am Sonntagvormittag auf das Thema eingelassen, sowohl Erwachsene als auch Kinder schritten kostümiert durchs Kirchenportal. Und so eroberten kleine Elfen, Hexen, Prinzessinnen, Clowns, mutige Star-Wars-Helden mit Laserschwert und Co das Gotteshaus. „Stellenweise bis zu 30 Kinder auf einmal waren da“, freute sich Thomas Krieg.

Den geistigen Impuls erhielten die Besucher durch die Geschichte von David, Mirjam und den zehn Geboten, die man sich in der Kirchenbank sitzend selbst durchlas oder der ganzen Familie vorlas. Dann ging es zur Station am Altar, wo zahlreiche, aus Papier gefaltete Kraniche die Blicke auf sich zogen. Mitjam Schneider vom Orga-Team informierte, dass einst ein Mädchen aus Hiroshima Kraniche faltete. Und diese so nach und nach zum Symbol für den Frieden neben der Taube wurden. Jede Familie und jeder Besucher konnte sich, nachdem sie oder er eine Kerze am Friedenslicht entzündet hatte, eines der kleinen Origami-Kunstwerke mit nach Hause nehmen. Als bleibende Erinnerung für dieses außergewöhnliche Gottesdiensterlebnis.

Gute Wünsche nach oben

Gute Wünsche und Ideen gab es zudem auf einer Papierrolle von Gästen zu lesen. Diese Wünsche wurden dann im Wortsinne nach oben zu Gott gesandt: Die Papierrolle wurde wie ein Banner nach oben an die Wand in St. Michael gezogen. Wer wollte, bastelte sich aus einer normalen FFP2-Maske mit Wachsmalstiften und viel Fantasie einen närrischen Mundschutz, um sich mit diesem dann an der Fotobox ablichten zu lassen. Als Kulisse diente die Innenwand der Kirche, auf der sich das Wort „Frieden“ in vielerlei Sprachen wiederfand.

Pfarrerin Maike Ulrich spendete am Taufstein schließlich einen „närrischen“ Segen. Denn sie legte die Hand auf - und warf hinterher buntes Konfetti über die Gesegneten. Was nicht nur für schieres Vergnügen beim Nachwuchs sorgte. Gerade die Kinder kamen besonders auf ihre Kosten, wurden diese doch von drei „Vertreterinnen“ der 1. Wexhainer Narrenzunft äußerst großzügig mit Bonbons bedacht.

Anja Jantschik

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