Kita-Traum in Nepal ist nun erfüllt

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Bei der Einweihung: Der deutsche Botschafter mit Mitarbeitern der neuen Kindertagesstätte in Kathmandu, die durch Mithilfe des Vereins „Haus der Hoffnung - Hilfe für Nepal“ zustande kam.⋌⋌Foto: privat

Durch die Spendenaktionen der Kreissparkasse Ostalb mit Verdoppelung der eingehenden Gelder konnte der Verein „Haus der Hoffnung“ in Nepal einiges auf die Beine stellen. Weiteres ist geplant.

Schwäbisch Gmünd

Sehr dankbar blicke der Verein „Haus der Hoffnung – Hilfe für Nepal e. V.“, wie er erklärt, auf die beiden Verdoppelungsaktionen der Kreissparkasse (KSK) Ostalb zurück, die diese für sein neues Projekt „WirWunder“ mithilfe des Portals von betterplace durchführte. Bei der Spendenaktion im Frühjahr erhielt der Verein 775 Euro geschenkt, aus der Aktion im Juli sei er mit 1625 Euro KSK-Spende als Sieger hervorgegangen.

Bei der ersten Ausschreibung hatte der Verein um Spenden für seine neu eingerichtete und in Anwesenheit des deutschen Botschafters in Kathmandu eingeweihte Kindertagesstätte gebeten. Diese sei im Wesentlichen mit einem von der Schriftführerin des Vereins eingeworbenen Grant in verschiedenen rotarischer Clubs im badischen Raum finanziert worden. Der Hof sei zu pflastern gewesen, unter die Spielgeräte sei ein Kunstrasen zu legen und eine Dachumrandung anzubringen gewesen. Bei der Sommeraktion wurde außerdem das Mobiliar ergänzt und eine weitere Schaukel angeschafft, da sie der Renner unter den Spielgeräten im Freien sei.

Mit der Einrichtung der Kita sei ein Traum von Ellen Dietrich, der Vorsitzenden des Vereins, wahr geworden: Sie wollte von den „verschulten“ nepalesischen Kindergärten weg, in denen Dreijährige schon Schreiben, Lesen und Rechnen lernen müssen, Hausaufgaben bekommen, Klassenarbeiten schreiben und sogar ein Zeugnis mit Noten erhalten. Wie in Deutschland sollten die Kinder spielen, ihrer Kreativität freien Lauf lassen können, Geschichten hören, Reime und Verse lernen und singen.

Gedacht sei die Einrichtung vor allem für arme, allein erziehende, arbeitende Mütter, die sich den normalen Kindergarten kaum leisten können. Leider nähmen diese das neue Angebot nur zögerlich an. Sie würden an der Tradition festhalten. Es sei noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten. Geschult und derzeit noch begleitet würden die dortigen Erzieherinnen, von einer nepalesischen Waldorfpädagogin, so dass es eine durch Waldorf inspirierte Kita ist.

„Während wir noch mit der Fertigstellung der Kita beschäftigt waren, wurde uns ein kleines Schulgebäude mit einem recht großen Hof in fußläufiger Entfernung zum Kinderheim angeboten,“ berichtet Dietrich.“ Wir griffen zu“, fährt sie fort, „denn das ist unsere Chance, vom rein dozierenden Unterrichtsstil wegzukommen, der typisch für Nepals Schulen ist.“ Kinder sollen wie bei uns im Unterricht mitarbeiten können, Fragen stellen dürfen und dadurch selbstständiger werden. Das Gebäude musste mit neuen Bänken und Tischen, Regalen und einem erweiterten Sanitärbereich ausgestattet werden. Durch die Spendenaktion seien bereits zehn Doppelbänke mit Tischen und acht Ventilatoren finanziert worden. Weiterer Bedarf sei im Projekt noch eingestellt.

Ein erster Seniorexperte, ein pensionierter Grundschullehrer aus Düsseldorf, sei gerade vor Ort und gestalte den Mathematikunterricht für alle Klassen anschaulich und interaktiv. Das von ihm entsprechend vorbereitete Anschauungsmaterial überlasse er anschließend den einheimischen Lehrkräften. Es sei geplant, dass eine weitere Seniorexpertin für die anderen Fächer im Herbst nach Nepal kommt. Für die Kita werde auch noch eine solche Kraft gesucht. Auch seien weitere Praktikantinnen und Praktikanten sehr willkommen, verlautbart der Verein.

Allen Spenderinnen und Spendern danke die Vorsitzende, Ellen Dietrich, sehr herzlich für ihre Unterstützung. Diese Spenden seien der Auslöser für den Geldsegen durch die Verdoppelungsaktionen der KSK Ostalb gewesen.

Weitere Informationen zum Verein und seinen Aktivitäten gibt es im Internet unter www.hausderhoffnung-nepal.de oder können per E-Mail an info@hausderhoffnung-nepal.de erfragt werden.

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