Kleider und ein Gmünder Auto helfen in Armenien

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KdB
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Pfarrer Karl-Heinz Scheide berichtet von seinem jüngsten Besuch in Armenien. Die Suppenküche arbeitet auch in der Corona-Pandemie.

Schwäbisch Gmünd

Im Sommer 2021 ist er als einer der Köpfe der „Küche der Barmherzigkeit“ im Heilig-Kreuz-Münster verabschiedet worden. Deshalb reiste Pfarrer Karl-Heinz Scheide im Herbst mit seiner armenischen Frau Stella im Frühherbst als Privatperson nach Armenien. So ganz aber konnte er dort von der Suppenküche nicht lassen. Weshalb er nach seiner Rückkehr einmal mehr aus und über Armenien erzählte.

Im Bauhof gelagert

Drei Wochen lang waren Scheide und seine Frau in Yerevan. Scheide fand im „Haus der Hoffnung“ bei seiner Ankunft einen Mannschaftstransportwagen der Gmünder Feuerwehr vor. Diesen hatte er in Gmünd noch von Bürgermeister Dr. Joachim Bläse und der Feuerwehr erhalten, als er noch in Amt und Würden war. 31 Anrufe habe er damals, nach der Übergabe des Autos, erhalten, erzählt Scheide. Und in der Folge 48 Pakete mit Kleidung und Gegenständen, die Gmünder für die Armenienhilfe spendeten. Dazu gehörten 21 Anzüge, Wollsachen, Unterwäsche, eine nagelneue Bügelmaschine und ein Kühlschrank, gespendet von Bauunternehmer Georg Eichele, für das „Haus der Hoffnung“.

All diese Dinge lagerte Scheide zunächst in seinem Haus und dann in einer Garage des Baubetriebsamtes auf dem Hardt. Bis sich die Spedition Häberle bereit erklärte, das Feuerwehrauto mitsamt den Spenden nach Armenien zu bringen, mit Hilfe eines Spediteurs aus Bulgarien. Für den Pfarrer war es im Herbst in Armenien eine Freude zu sehen, wie Kleidung und elektrische Geräte den Menschen in Armenien gute Dienste leisten und ihre Not lindern. Diese dankten ihm und baten ihn, den Dank an die Spender aus und um Gmünd weiterzugeben.

Private Spende

Verabschiedet hat sich Scheide bei seinem Besuch auch vom deutschen Botschafter in Yerevan in den Jahren 2019 bis 2021, Dr. Michael Banzhaf. Dieser hat die Suppenküche, wie viele Botschafter vor ihm, unterstützt. Zum Abschied überreichte Banzhaf dem „Haus der Hoffnung“ eine private Spende in Höhe von 1000 Euro.

Dabei habe Banzhaf die Suppenküche nicht nur für das Essen geschätzt, das bedürftige Menschen dort erhalten. Sondern auch aufgrund der Zeit, die die Mitarbeiter der Armenienhilfe für die oftmals einsamen und allein gelassenen Menschen aufbringen, die in die Suppenküche kommen, sagt der Pfarrer. Deshalb habe der Botschafter, erzählt Scheide, auch selbst Zeit aufgebracht und das „Haus der Hoffnung“ immer wieder besucht.

"41 Pakete mit Kleidung für Armenien.“

Karl-Heinz Scheide, Pfarrer im Ruhestand

Spenden für die „Küche der Barmherzigkeit“ können auf dieses Konto der Kreissparkasse Ostalb eingezahlt werden: BIC OASPDE6A

IBAN DE68614500500440752987

  • Wie die „Küche der Barmherzigkeit“ aktuell arbeitet
  • Die „Küche der Barmherzigkeit“ betreut zurzeit 218 Bedürftige. 44 von ihnen sind alte Menschen, die seit Jahren im „Haus der Hoffnung“ Essen erhalten. 36 Personen werden an der Ausgabestelle im Stadtteil Erebuni betreut. Zudem liefert die Küche Essen an 71 Armenier aus Bergkarabach in deren Wohnungen. Sie mussten Bergkarabach während des Kriegs verlassen und leben bis heute in der armenischen Hauptstadt Yerevan. 67 syrisch-armenische Bedürftige bekommen das Essen vom „Haus der Hoffnung“ oder holen es im dort selbst ab. Im Rahmen des „Hauspflege“-Projektes betreut die Suppenküche zurzeit 65 Menschen. Sie werden zuhause versorgt, weil sie nicht mehr ins „Haus der Hoffnung“ kommen können. In Nordarmenien unterstützt die „Küche der Barmherzigkeit“ zurzeit insgesamt 326 Kinder in mehreren Sozialprojekten mit einem Essenszuschuss.
Von Dr. Michael Banzhaf (M.) erhält die Suppenküche 1000 Euro.

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