Klimaschutz soll größere Rolle spielen

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Chiara Kriz (am Mikrofon) ist die neue Klimamanagerin der Stadtverwaltung. Rechts Amtsleiterin Franka Zanek.
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Die neue Klimaschutzmanagerin Chiara Kriz stellt sich vor. Disput über männliche und weibliche Arbeitsweisen.

Schwäbisch Gmünd

Die Gestaltung der Innenstadt an den Klimawandel anpassen: Das ist einer der thematischen Schwerpunkte, die die neue Klimaschutzmanagerin der Stadtverwaltung, Chiara Kriz, angehen möchte, wenn sie ihr Amt im Januar antritt. Am Mittwoch stellte sie sich im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats vor.

Generell, so sagte sie, gelte es, die Städte zu begrünen und Wasser in die Stadt zu holen, um damit die Bildung von Wärmeinseln zu verhindern. „Klimaschutz kommt leider immer noch viel zu kurz in der Stadtplanung“, davon ist Kriz überzeugt. An vielen Stellen fehle es noch an Fachwissen.

Das neue Amt

Als Klimaschutzmanagerin gehört Kriz zum neuen Amt für nachhaltige Entwicklung Klimaschutz und Bürgerbeteiligung in der Stadtverwaltung unter der Leitung von Franka Zanek. Dazu gehören ebenfalls die Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik, Inga Adam, und die Mobilitätsbeauftragte Anja Tamm.

Amtsleiterin Franka Zanek sagte, Chiara Kriz sei „mit Abstand“ die beste Bewerberin auf die Stelle des Klimamanagers gewesen. Oberbürgermeister Richard Arnold hob aus ihrem Lebenslauf hervor, dass sie als Werkstudentin bei Daimler hineingeschnuppert und einen Auslandsaufenthalt in Südafrika absolviert hat.

Auf die Frage von Linke-Fraktionsvorsitzendem Sebastian, ob dem Gemeinderat nun häufiger als bisher ein Klimaschutzbericht vorgelegt wird, antwortete Franka Zanek, dafür müsse zunächst die Stadtentwicklung genauer angeschaut werden. Auch Bereiche wie Wirtschaft und Soziales müssten dabei in den Blick genommen werden: „Klimaanpassung ist verwoben mit vielen anderen Themen.“

Männlich und weiblich?

Oberbürgermeister Arnold lobte, dass das neue Amt nicht nur Zahlen prüfe und mit Vorgaben vergleiche. Das, so Arnold, sei ein „männlicher Ansatz“. Das Frauenteam des neuen Amtes dagegen denke darüber nach, wie man die Bürger bei einer nötigen Entwicklung mitnehme. Da allerdings gab ihm Grüne-Stadträtin Gertraude von Streit Contra: Die Klimaschutzpolitik habe nichts mit dem Geschlecht zu tun, man solle sich „nicht in Nebenkriegsschauplätzen verlieren“.

Chiara Kriz hat Stadtplanung sowie nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen studiert. Ihre Masterarbeit befasste sich mit der Implementierung von Maßnahmen zur Energiewende auf regionaler Ebene. Nach dem Studium arbeitete sie bei der Landesbank Baden-Württemberg und derzeit in einem Ingenieurbüro.

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