Klugheit, Demut und Liebe sollen am Salvator wachsen

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Die beiden Dekane Ursula Richter und Robert Kloker weihten am Freitag die drei neu gepflanzten Apfelbäume am Pfad der Hoffnung auf dem Salvator.
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Drei weitere Apfelbäume erhielten am Pfad der Hoffnung durch eine ökumenische Feier ihren Segen.

Schwäbisch Gmünd

In ehrenamtlicher Leistung hat der Salvator-Freundeskreis am Salvator einen Rundweg geschaffen. Der Pfad der Hoffnung soll als Pandemie-Erinnerungsort Spaziergänger und Pilger einladen, sich über die christlichen Botschaften Gedanken zu machen, die von dieser Wallfahrtsstätte ausstrahlen.

Die Skulptur “Segenshand“ des Ellwanger Bildhauers Rudolf Kurz wurde nun durch sieben frisch gepflanzte Apfelbäume ergänzt. Die Bäume sollen symbolisch als Erinnerungs- und Hoffnungsträger auch über den Zeitraum der Pandemie hinaus dienen.

Die drei zuletzt gepflanzten Apfelbäume erhielten am Freitag in einer ökumenischen Feier durch die evangelische Dekanin Ursula Richter und den katholischen Dekan Robert Kloker den göttlichen Segen. Jeder der gepflanzten Bäume sei ein Zeichen des Wachsens und des Reifens, erinnerte Dekan Kloker zur Begrüßung, In der biblischen Geschichte werde das Kreuz als „Baum des Lebens“ stilisiert. Junge Apfelbäume geben Hoffnung für die Zukunft, erläuterte Dekanin Richter, Bäume spenden Schatten, ihr Holz wärmt und sie sorgen „für die Luft, die wir zum Atmen brauchen“. In Pandemiezeiten seien Apfelbäume als Zeichen der Hoffnung zu sehen, am Pfad der Hoffnung seien nunmehr sieben solcher Hoffnungsträger zu finden. Die Zahl Sieben steht in der Religionsgeschichte als eine der wichtigsten Zahlen und findet sich unter anderem in der siebentägigen Schöpfungsgeschichte.

Zu den bereits gesegneten Bäumen die für Solidarität, Vertrauen, Geduld und Mäßigung stehen sind nun Bäume als Träger von Klugheit, Demut und Liebe dazu gekommen. Der Klugheit komme unter allen Tugenden eine leitende Funktion zu. Klugheit steuere die anderen Tugenden indem sie ihnen Regeln und Maß gibt. Dabei sei Klugheit nicht mit Intelligenz oder Taktik gleichzusetzen, kluges Handeln achte auf längerfristige Folgen.

Ehrfurcht vor dem Leben

Die Demut sei Ehrfurcht vor dem Leben, und übernimmt den Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung. Das größte aber „ist die Liebe“, erläuterte Dekanin Richter. Nach biblischer Ethik drücke sich Liebe in einem Doppelgebot aus, in denen es heißt „Du sollst Gott deinen Herrn lieben“, und „Du sollst deinen Nachbarn lieben wie dich selbst“. Beide Geistlichen baten darum, „möge hier Liebe, Demut und Klugheit wachsen“.

In den Fürbitten baten Geistliche und die Besucher der Feier um „Kraft und Zuversicht“, für alle, die an Covid-19 betroffen waren oder noch sind. Pflegepersonal, Mediziner und Wissenschaftler „sollen von Gott entlohnt werden“. Den Angehörigen von Erkrankten wünschte die Gemeinde „Kraft und Ausdauer“.

Dem Vorsitzenden des Freundeskreis Salvator, Werner K. Mayer, fiel die „angenehme Aufgabe“ zu, den Dank des Freundeskreises allen zu übermitteln, die an der Schaffung des „Pfad der Hoffnung“ beteiligt waren. Den, für die musikalische Umrahmung zuständigen Blechbläser-Quintett Swabian Brass attestierte der Vorsitzende eine enge Verbundenheit zum Freundeskreis, die sich in der musikalischen Umrahmung vieler Aktionen, seit Gründung des Freundeskreises widerspiegle. Den Spendern der Bäume, darunter Heide Jantschik und ihre Klasse 2b der Klösterleschule, die Altersgenossen des Jahrgangs 1980, der Jahrgangs 1948 und des Jahrgangs 1941 sowie dem Gmünder Obst- und Gartenbauverein, der evangelische Kirchengemeinde und dem Salvator-Freundeskreis gemeinsam mit der katholischen Kirchengemeinde Heilig-Kreuz galt Mayers Dank.

Für die Luft, die wir zum Atmen brauchen.“

Dekanin Ursula Richter, über die Bedeutung von Bäumen

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