Kühle Flaschen und heiße Drift Trikes

+
Schüler des einjährigen Berufskollegs haben Erfindergeist an den Tag gelegt.

Schüler des einjährigen Berufskollegs der Gewerblichen Schule Schwäbisch Gmünd zeigen Erfindergeist und Problemlösungen in verschiedenen Projekten.

Schwäbisch Gmünd

Schüler des einjährigen Berufskollegs Technik haben den Zeitraum zwischen den schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfungen zur Erlangung der Fachhochschulreife genutzt, um die Abschlusspräsentation der Projektarbeiten vorzubereiten, diese dann vor den Lehrkräften darzulegen und sich auch deren Rückfragen zu stellen.

Ziel der Projektarbeit während des Schuljahres ist es, in Kleingruppen berufsbezogene Aufgabenstellungen zu bearbeiten und dabei grundlegende wissenschaftliche Arbeitstechniken zu erlernen. Die Festlegung der Themen erfolgt dabei durch die Schüler selbst. Begleitet wurde die Arbeit von Deutschlehrerin Carmen Friedrich sowie den Lehrkräften des Profilfachs Technische Physik, Ulrich Abele und Andreas Kübler.

Am Tag der Abschlusspräsentation wurde nun ein breites Spektrum an bearbeiteten Aufgaben aufgezeigt: So wurde beispielsweise die Elektroinstallation eines Wohnmobils im Eigenausbau geplant und ausgeführt. Ziel war es, auch in abgelegenen Gegenden unabhängig von örtlichen infrastrukturellen Gegebenheiten mit Hilfe von Sonnenenergie eine Stromversorgung im Fahrzeug bereit zu stellen.

Ein Schüler konzipierte einen Prototyp eines in dieser Form noch nicht auf dem Markt befindlichen transportablen Wassersprudlers für Standard-Wasserflaschen, benutzt wurde hierbei ein 3D-Druckverfahren.

Ebenfalls unter Zuhilfenahme dieses Produktionsverfahrens wurde von einer Gruppe eine Quadrocopter-Drohne samt Solar-Ladebox selbst konstruiert und gefertigt. Den Abschluss der Präsentation bildete ein kurzer Einsatz des flugfähigen Objekts im Unterrichtsraum.

Angespornt von der Idee, auch im Sommer unterwegs kühle Getränke genießen zu können, wurde eine Kühlbox mit speicherprogrammierter Steuerung entworfen und gebaut und deren Kühlleistungsfähigkeit mit auf dem Markt befindlichen Produkten verglichen.

Der Problemstellung, die Stromerzeugung von Photovoltaikanlagen im Brandfall zu stoppen (was beispielsweise für die Sicherheit von Feuerwehreinsatzkräften relevant ist), nahm sich eine Gruppe mit der Untersuchung der Möglichkeit der Verdunklung der Solarzellen mit aktiven PDLC-Folien an.

Eine letzte Gruppe hat, angetrieben von Veröffentlichungen auf Social-Media-Kanälen, ein Drift Trike mit Viertakt-Verbrennermotor konstruiert und unter Verwendung von Arbeitstechniken wie Trennen und Schweißen zum Fügen aufgebaut. Physikalisch motivierte Messungen beispielsweise zum Beschleunigungsvermögen des Fahrzeugs schlossen sich an.

Auch wenn die Durchführung der Projekte aufwändig war, waren sich die Schüler einig, dass der Prozess mit Blick auf die berufliche Zukunft gewinnbringend war. Nicht zuletzt, weil man eine in der heutigen Arbeitswelt eminent wichtige Kompetenz festigen konnte: der kreative Umgang mit auftretenden Problemen und deren Lösung im Rahmen der Verfolgung einer konkreten Zielsetzung.

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Kommentare