Kundgebung vor GT-Gebäude

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Etwa 20 Menschen demonstrierten am Mittwoch vor dem Verlagsgebäude der Gmünder Tagespost.
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Versammlungsleiter Stefan Schmidt und etwa 20 Menschen kritisieren Gmünder Medien. Grüne nehmen Stellung.

Schwäbisch Gmünd. Etwa 20 Menschen haben am Mittwoch vor dem Verlagsgebäude der Gmünder Tagespost eine Kundgebung durchgeführt. Angemeldet hatte die Demo der frühere Gastronom und Bundestagskandidat Stefan Schmidt als „Eilversammlung vor den Schwäbisch Gmünder Zeitungen“. Dies unter dem Motto „Fressefreiheit“. Schmidt forderte, dass „die Mainstream-Presse wieder ihre Rolle als 4. Gewalt im Staate wahrnimmt und nicht nur Staatspropaganda verbreitet“.

Schmidt verlas am Mikrofon den am vergangenen Montag in der Gmünder Tagespost erschienenen Kommentar „Liebe Spaziergänger“. Deutschland sei auf dem Weg in eine „Gesundheits-Diktatur und bald in eine Umwelt-Diktatur“, sagte Schmidt. Er kritisierte „Gewalt gegen eine friedliche Gesellschaft“ in ganz Deutschland, wobei er Gmünd ausdrücklich ausnahm. Die wahren Feinde der Demokratie säßen in den Parlamenten, sagte Schmidt. Und die Kritiker der Regierung seien das Volk, das die Wiederherstellung der Grundrechte wolle. „Eine Demo vor den lokalen Zeitungshäusern unter dem Motto 'Fressefreiheit' zu veranstalten, kommt einem Einschüchterungsversuch gegenüber unserer unabhängigen Presse gleich“, bewerten die Grünen-Kreisvorsitzenden Sabine Zilligen und Alex Singer die „Eilversammlung“. Hier überschritten die Initiatoren „eine rote Linie im demokratischen Diskurs“. Deutschland liege auf Platz 13 von 180 beim Pressefreiheit-Ranking ganz oben.

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