Kunst inspiriert Schmuckdesigner

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Pressemitteilung Gewerbliche Schule: Kunst inspiriert Schmuckdesigner

Schülerinnen und Schüler gestalten Hommagen an die Kunst der Gegenwart.

Schwäbisch Gmünd. Seit Johann Strobel im Jahr 1776 erstmals die Gmünder Goldschmiede im Zeichnen unterrichtete, gehörten Entwürfe und Planung mit zum Handwerk. Das Berufskolleg für Design, Schmuck und Gerät der Gewerblichen Schule setzt diese Tradition mit modernen Bezügen fort und entwickelt mit den Schülerinnen und Schülern im dritten Ausbildungsjahr eigenständige Projektarbeiten im Rahmen des Entwurfs– und Realisationsunterrichts.

Unter dem Motto „Hommage an eine*n Gegenwartskünstler*in“ stellen sie ihre Fähigkeiten, selbstständig, wissenschaftlich und fachübergreifend arbeiten zu können, unter Beweis. In diesem Jahr haben sich die Schüler jeweils einem Künstler gewidmet. Aus dem Gesamtwerk wählten die Schüler ein Werk aus, recherchierten dessen Entstehung und die Biografie des Künstlers. Diese Vorarbeit dient als Impulsgeber und Inspiration für ein Schmuckstück. Der Entwurfsprozess wird in einer Mappe und digital festgehalten.

Jana Waibel hat sich Erwin Olaf Springveld mit der Fotografie Chessmen XXIV aus der gleichnamigen Serie herausgesucht. Dabei handelt es sich um einen Mann, der eine schwere Last in Würde ertragen muss. Erwin Olafs Fotografien beschäftigen sich besonders mit den Themen um marginalisierten Gruppen der Gesellschaft, darunter Frauen, People of Color und die queere Community. Jana Waibel interessiert genau diese Themenstellung und hat aus dieser Intention einen spannenden Ganzkörperschmuck entwickelt.

Dana Shaker hat den englischen Künstler Antony Gormley mit seinem Werk „Break“ aus dem Jahr 2002 ausgewählt. Der künstlerische Ansatzpunkt von Antony Gormley ist die menschliche Figur, sein Interesse gilt der menschlichen Existenz in ihrem Bezug zur Welt. Dabei benutzt er zum einen den eigenen Körper, von dem er lebensgroße Abgüsse in Eisen anfertigt und vervielfältigt. In „Break“ (Spaltung) beginnt die Spaltung an den Knien. Die Idee dieser Spaltung ist, dass der Mensch zwei Seelen haben kann oder auch, dass zwei unterschiedliche Menschen eins werden können. Dabei beschäftigt er sich immer mit den Gefühlen des Menschen und dessen Größe in der Umgebung. Dana Shaker, gebürtig in Syrien, fasziniert Gormleys Ansatz. In der Auseinandersetzung mit ihm entstehen zwei Broschen, die in ihrer Größe und Dimension dem Träger ein neues Lebensgefühl verleihen.

Denis Reisch suchte sich Lun Tuchnowski mit der Skulptur ohne Titel von 1993 aus. Dabei handelt es sich um einen schräg zueinander laufenden rechten Winkel. Die extreme Reduktion auf ein kleines geometrisches Detail fasziniert Reisch und dient als Anregung für ein Küchenmesser, das dieses Element in vielfältiger Weise aufnimmt.

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