Kunst soll Gestalter anstecken

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PRESSEMITTEILUNG GEWERBLICHE SCHULE: Schmuckdesigner bei Ausstellung des Kunstvereins

Schüler des Berufskollegs besuchen die Ausstellung „Alles oder nichts“.

Schwäbisch Gmünd. Zwei Künstler – Georg Kleber und Michael Disqué – beschäftigen sich in der Ausstellung „Alles oder nichts“ in der Galerie des Gmünder Kunstvereins im Kornhaus mit der Ästhetik des Nebensächlichen. Sie machen Banales zu Besonderem. Kabelsalat wird zur aufregenden Komposition, eine weggeworfene bunte Tüte schwebt im Bildraum und wird zum hochästhetischen Erlebnis.

Diese Verwandlung von Wirklichkeit, diese Aufwertung von angeblich Wertlosem kennen die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs für Design, Schmuck und Gerät aus ihrem Unterricht im Fach Naturzeichnen. Dort werden Naturobjekte intensiv betrachtet und studiert, abbildhaft gezeichnet und durch das Medium der Zeichnung in ganz neuer Wertigkeit wahrgenommen.

Mathias Hütter, der dieses Fach am Berufskollegs für Design, Schmuck und Gerät unterrichtet, erklärte deshalb kurzerhand den Besuch dieser Ausstellung zum Unterrichtsinhalt von zwei Fachstunden. Direkt an den Werken wurden Darstellungstechniken geklärt und die jeweils unterschiedliche Bildsprache der beiden Künstler herausgearbeitet.

Eine didaktische Funktion

Hütter zu diesen beiden Unterrichtsstunden: „Ausstellungsbesuche erfüllen in meinen Augen eine hervorragende didaktische Funktion. Sie stecken die angehenden Gestalterinnen und Gestalter mit dem an, was Kunst ausmacht – Risikofreude, Grenzgängerei und Lust am Experiment – und machen Mut, auch in der Gestaltung zu ganz individuellem Ausdruck zu finden.“

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