Im Blick

Kurzer Weg mit sehr langem Anlauf

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Wolfgang Fischer
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Wolfgang Fischer über die geplante Radwegverbindung zwischen Gmünd und Mutlangen


Er ist grade mal ein paar hundert Meter lang, der Radweg zwischen Gmünd (im Tal) und Mutlangen sowie Rehnenhof/Wetzgau (auf der Höhe). Klar, zwischen den beiden Kommunen liegt nicht nur diese Strecke, sondern ordentlich Steigung oder Gefälle, je nach Sichtweise. Viel länger als die Strecke ist jedoch die Geschichte dieses Radwegs. 2017 wurde diskutiert, den Weg auf oder an der B 298 anzulegen, Selbst die Idee, dafür den Autos eine Spur wegzunehmen, war im Rennen. 2018 tat der damalige Erste Bürgermeister und heutige Landrat Dr. Joachim Bläse seine Hoffnung kund, in jenem Jahr eine Planung für den Radweg vorlegen zu können, durchs Bauernhölzle, also abseits der Bundesstraße. Im gleichen Jahr noch kündigte die Stadt Gmünd an, den teils geschotterten Weg durch dieses Wäldchen zu asphaltieren - vor der Remstal-Gartenschau.

Und im Juni 2022 liegt eine Planung vor, diesen unbefestigten Weg zu befestigen und weiter zu führen. Der Verkaufserfolg der Pedelecs könnte dabei helfen, dass die Steigung als nicht mehr ganz so starkes Problem angesehen wird. Vor allem aber braucht die Raumschaft Gmünd diesen Abzweig vom Remstal-Radweg (der ebenfalls immer weiter ausgebaut wird) in den Schwäbischen Wald. Auch fürs Fahrrad ist eine ordentliche Verkehrsinfrastruktur nötig. Dass an ein paar hundert Metern Radweg jahrelang geplant wurde, ist da kein gutes Zeichen. Aber es gibt auch Hoffnung: Bund und Land sagen ihre hohe Förderung für dieses Projekt nur zu, wenn es bis Ende 2023 fertig ist. Geld wirkt doch immer wieder als Schmiermittel für Planungen. 

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