Leih-Lesen wird voraussichtlich etwas teurer

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Verwaltungsausschuss diskutiert vorgeschlagene Überarbeitung der Gebühren.

Schwäbisch Gmünd. Trotz Corona werden die meisten Gebührensätze der Stadtbibliothek voraussichtlich angehoben. Dafür wird auch ausdrücklich in die Satzung aufgenommen, das Menschen mit geringeren Einkommen und der Bonus-Card einen Nachlass bekommen. Das befürwortete der Verwaltungsausschuss am Mittwoch, endgültig entscheiden muss der Gemeinderat.

Fast alle Posten

Die Leiterin der Bibliothek, Sybille Bruckner-Schmidt, erläuterte den Stadträten das Vorhaben, die Gebühren nach 17 Jahren Stabilität ab nächstem Jahr anzupassen. Von der Erhöhung sind fast alle Gebührenposten betroffen. Der Preis für das Jahresabonnement soll von 15 auf 18 Euro steigen. Für das Halbjahresabonnement werden dann 10 statt 8,75 Euro fällig und das ermäßigte Halbjahresabonnement soll um einen auf dann 6 Euro steigen. Kinder bis 18 Jahren zahlen keine Gebühren. Fast alle übrigen Gebührenposten sollen ebenfalls um rund 15 bis 20 Prozent steigen. Dagegen soll die Nutzung der PCs günstiger werden. Auch die Benutzungsordnung, in der zum Beispiel noch von Videokassetten die Rede ist, solle überarbeitet werden, sagte Bruckner-Schmidt.

Erhöhung ja, aber der Zeitpunkt sei schlecht gewählt, meinte Paul Schneider (CDU). Viele Menschen seien durch die Pandemie schon betroffen. Er schlug vor, die Erhöhung um ein Jahr zu verschieben. Die Bibliotheksleiterin und der Erste Bürgermeister Christian Baron meinten dagegen, die Erhöhung zum Beispiel des Jahresabos um drei Euro sei zu verkraften. Das seien 25 Cent pro Monat.

Auch andere Erhöhungen

Baron wies darauf hin, dass die Stadtbibliothek, wenn diese Erhöhung beschlossen wird, mit jährlichen Mehreinnahmen von 8000 Euro rechnen könne. Er kündigte in diesem Zusammenhang an, dass die Stadtverwaltung nicht umhin komme, auch andere Gebührenordnungen zu überarbeiten.

Thomas Krieg (Grüne) schlug vor, künftige Anhebungen in kürzeren, dafür auch kleineren Schritten auszuführen. Er hinterfragte die Regelung, dass Nutzer für verschwundene oder beschädigte Medien den Neupreis ersetzen müssen. Es stehe den Leuten frei, in solchen Fällen zum Beispiel selbst ein Ersatz-Buch in einem Antiquariat zu kaufen, erwiderte Oberbürgermeister Richard Arnold.

Sigrid Heusel (SPD) brachte den Vorschlag ein, einen ermäßigten Beitrag für Geringverdiener einzuführen, Richard Arnold stimmte dieser Idee ausdrücklich zu. Sybille Bruckner-Schmidt wies darauf hin, dass Inhaber einer Bonus-Card, die Leute mit niedrigem Einkommen erhalten können, ohnehin schon Ermäßigung bekommen. Das soll nun aber auch in der Satzung festgeschrieben werden.

Gute Arbeit

Linke-Stadtrat Sebastian Fritz lobte ausdrücklich die Arbeit, die in der Bibliothek geleistet werde. Zum Beispiel sei die kontaktlose Ausgabe, die wegen Corona eingeführt wurde, eine gute Lösung. Wolfgang Fischer

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