Lernen mit Rückenwind

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Kooperation des Parler-Gymnasiums mit der VHS im Programm "Lernen mit Rückenwind"

Damit Schüler von der Pandemie verursachte Defizite ausgleichen können, erarbeiten Parler-Gymnasium und Gmünder Volkshochschule ein Programm.

Schwäbisch Gmünd

Lernen mit Rückenwind – das Programm des Landes soll Schülerinnen und Schülern helfen, wieder an den aktuellen Lernstoff heranzukommen, Lücken aus den vielen Monaten des Fernunterrichts zu schließen. In einer intensiven Besprechung hat die Gmünder Volkshochschule (VHS) Gmünd mit dem Parler-Gymnasium an einem erfolgversprechenden Programm gestrickt. Es ist angelegt auf zwei Jahre und soll so schnell wie möglich starten.

„Die Pandemie ist nicht spurlos an unseren Schülerinnen und Schülern vorübergegangen“, sagt Schulleiter Thomas Eich. Es werde für einen langen Zeitraum Aufgabe von Schule sein, durch die Pandemie verursachte Defizite möglichst gut aufzufangen. „Schulisches Gelingen darf nicht noch mehr von den Unterstützungsmöglichkeiten der Familie abhängen“, es gelte auch, Familien durch das Programm Lernen mit Rückenwind zu entlasten. Hier sind sich VHS-Leiterin Ingrid Hofmann und Schulleiter Eich schnell einig geworden. Es werde sich um eine besondere Herausforderung handeln, weil vielen Kindern einfach Zeit fehlt und soziale Lernprozesse zu kurz gekommen sind. Am Parler gab es dazu einen ersten Baustein. Mit einem interkulturellen Training in den Klassen 9 wurden soziale Lernprozesse in den Blick genommen.

Für viele Fächer wichtig: Deutsch

Nun geht es um ein gutes Programm, um besonders in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch und Italienisch Lücken zu schließen. „Dazu braucht es am Gymnasium klare Qualitätskriterien, das Angebot muss zur Zielgruppe passen und die Angebote müssen zielgerichtet sein“, beschreibt Helmut Schwimmbeck von der VHS die Herausforderung. In dieser Kooperation sollen differenzierte Angebote wachsen, in den Schülerinnen und Schüler möglichst individuell und in leistungshomogenen Kleingruppen gefördert werden. Denn Kinder brauchen das Gefühl von Erfolg und müssen ihren Fortschritt selber erkennen können.

Der Bereich Deutsch ist den an den Planungen beteiligten Lehrkräften Doris Pfleiderer, Dirk Hochstatter und Meral Ercan besonders wichtig. „Sprachbarrieren sind zu oft die Ursache, dass in den vielen Fächern des Gymnasiums nicht das echte Leistungsvermögen gezeigt werden kann“, so Ercan. Hier entsprechend zu fördern, sei ein wesentlicher Bestandteil gelungener Integration. Für ein zielgerichtetes Angebot wird es eine Bedarfsanalyse mit Hilfe der VHS geben - und Gruppen unterschiedlichen Niveaus. Im Mittelpunkt stehen Aspekte der Wortschatzerweiterung, der Grammatik und des Leseverständnisses stehen.

Sprache ist Kommunikation, so werden nicht nur die Deutsch-Kurse von kommunikativen Elementen leben, sondern auch die Angebote in den modernen Fremdsprachen. Durch die Fähigkeit zur Kommunikation entstehe ein selbstbewusstes Auftreten, auch das ist für die Beteiligten ein Grund, besonders diese Fähigkeiten zu fördern. In den Fremdsprachen sollen möglichst muttersprachliche Lehrkräfte eingesetzt werden.

„Grundrechenarten Plus“

Im Bereich Mathematik wird ein Programm angestrebt, welches in den unterschiedlichen Klassenstufen Grundkenntnisse und Grundfertigkeiten in den Blick nimmt. Schwimmbeck umschrieb das mit „Grundrechenarten Plus“. Getrennt nach Klassenstufen wird es um Grundrechenarten, Bruchrechnen, erweiterte Rechenarten, Rechengesetzte und das Lösen von Gleichungen gehen, so der Wunsch der Schule.

Mit viel Zuversicht starten das Parler-Gymnasium und die VHS in diese enge Zusammenarbeit. Schließlich gehe es darum, Kindern die Chance zu geben, aus den Pandemiejahren entstandene Nachteile auszugleichen und den Kindern weiter möglichst gute Bildungschancen zu ermöglichen.

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