Lex Gamundia plädiert fürs Forstamt

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Die Bürgerinitiative „Lex Gamundia - pro Gamundia“ plädiert für den Erhalt des früheren Forstamts (Mitte). ÌFoto: privat

Die Bürgerinitiative kritisiert das Verfahren um die Erweiterung des Forschungsinstituts in der Katharinenstraße.

Schwäbisch Gmünd

In der Katharinenstraße wird wohl das Bauvorhaben des FEM (Forschungsinstitut Edelmetalle und Metallchemie) in naher Zukunft realisiert werden, davon geht die Bürgerinitiative „Lex Gamundia - pro Gamundia“ aus. Die Initiatoren dieses Projektes würden nicht müde werden, es als Gewinn für Stadt und Land und unverzichtbare Investition in die Zukunft der Region herauszustellen, schreibt der Sprecher der Iniutiative, Rudolf Berkenhoff, in einer Pressemitteilung.

Die Widerstände aus der Öffentlichkeit gegen dieses Projekt würden „durch das fertige Bauwerk ein unbefriedigendes Ende finden“, so Berkenhoff. Dabei seifestzuhalten, dass die Inhalte des Projektes (Forschung für die Zukunft und Schaffung von Arbeitsplätzen) von niemandem infrage gestellt wurden.

Kritisiert erde allerdings eine „erstaunliche Rücksichtslosigkeit“ im Umgang mit den geäußerten Kritikpunkten und Anliegen. Dies seien die plötzliche Durchführung der Baumfällaktion vor einem Jahr und vor allem der geplante Abriss des alten Forstamts, einem soliden Backsteingebäude aus dem Jahr 1891. Damit werde in die bestehende Bausubstanz eingegriffen, die das Erscheinungsbild der Katharinenstraße, also den öffentlichen Raum, einschneidend verändern werde. Bei der Planung des benachbarten Mörikeparks sei noch sichtbar auf die Nachbarbebauung Bezug genommen worden. „Davon ist die FEM-Planung weit entfernt“, kritisiert Rudolf Berkenhoff. Einher gehe die Veränderung der Wohn- und Aufenthaltsqualität imMörikepark mit „vermutlich hohem Wertverlust“.

Mit Respekt

Der Hinweis darauf, dass keine gesetzlichen Vorgaben verletzt wurden, entkräfte die Anliegen der Öffentlichkeit nicht. Hier gehe es um das Gemeinwohl und eine Stadtentwicklung, die Bestehendem, in diesem Falle einer beispielhaften historischen Bausubstanz, mit Respekt begegnet und die Anliegen der Bürger ernst nehme. Erst dann könnten Veränderungen von der ganzen Bürgerschaft mitgetragen werden und am Ende allgemeine Anerkennung finden.

Diesen Weg habe die Bürgerinitiative vorgeschlagen und Kompromisslösungen unterbreitet, darunter auch der Hinweis auf die Realisierung des Projekts an einem Standort in einem Gewerbegebiet mit Wachstumspotential. Die Institutsleitung habe aber keine Bereitschaft gezeigt, hierauf einzugehen. Wie es zurzeit aussieht, wird das Bauprojekt in der Katharinenstraße so realisiert werden, wie es die Planung vorsieht. Alle Präsentationen und Veröffentlichungen „sind in unseren Augen nur verbale Schönfärbereien“ schreibt „Lex Gamundia - pro Gamundia“.

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