Mehr als 13000 Gmünder müssen Verkehrslärm ertragen

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38 Lärmschwerpunkte gibt es in Gmünd – das zeigt der neue Lärmaktionsplan der Stadt.

Schwäbisch Gmünd. Mehr als 13000 Gmünder müssen Verkehrslärm ertragen, der lauter ist als 65 Dezibel. Insgesamt hat die Stadtverwaltung 38 Lärmschwerpunkte identifiziert. Das geht aus dem neuesten Gmünder Lärmaktionsplan hervor, der im Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderats vorgestellt worden ist. „In Gmünd sind zu viele Personen von Verkehrslärm betroffen, um auf eine solche Planung zu verzichten“, sagte Baubürgermeister Julius Mihm.
„Es ist eigentlich ein Lärm-Minderungsplan“, stellte Mihm klar. Die wichtigsten Maßnahmen, um Bewohner von viel befahrenen Straßen zu entlasten, sind Lärmschutzfenster, Sanierungen, danke derer die Abrollgeräusche der Reifen abnehmen und Temporeduzierung. Was die Erneuerung des Straßenbelags bringt, das haben unter anderem die Bewohner von Degenfeld erfahren. „Jede Straßensanierung bringt zwei Dezibel Minderung, auch ohne speziellen Asphalt“, sagte Julius Mihm. Mit Tempo 30 allerdings kann man bei geringen Kosten den größten Nutzen erzeugen. Dieser Maxime folgt auch die weitere Planung, sie sieht eine deutliche Ausweitung der Tempo-30-Bereiche vor.
Der Lärmaktionsplan ist eine Fortschreibung,in den vergangenen Jahren habe Gmünd schon viel gemacht, „wo wir ein Haken dran machen können“, so Mihm. Das erste große Lärmminderungsprojekt in Gmünd sei der Tunnel gewesen, vorher habe es keinen Sinn gemacht, das „Thema groß zu fahren“.
Bei der Lärmminderung geht es zunächst um die Gesundheit der Anwohner, aber auch um Stadtplanung. Weniger Lärm macht Wohnlagen attraktiver und wertvoller: „Das sind Aspekte wie der, dass es auch attraktiv ist, sein Haus in einer Straße zu sanieren oder eine gute Miete zu bezahlen“, so Mihm.
Ausführlich soll der Lärmaktionsplan am 2. Februar im Gemeinderat beraten werden. „Es gibt einen Koffer an Instrumenten, es ist eine politische Entscheidung, wo wir welche Maßnahmen für die besten halten“, so Bürgermeister Christian Baron. Bernd Müller

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