Mehrere Lastwagen hängen fest

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Die Polizei verzeichnet im Ostalbkreis etliche Glätteunfälle. Der Gmünder Raum kommt glimpflich davon, doch der Räumdienst hat einiges zu tun.

Schwäbisch Gmünd

Rund 30 witterungsbedingte Unfälle hat die Polizei am Dienstag für den Ostalbkreis gemeldet. Der Schwerpunkt lag dabei in und um Aalen. Im Gmünder Raum war die Zahl der angezeigten Unfälle hingegen "überschaubar", sagt Polizeisprecher Holger Bienert und zählt auf:

  • Um 7.25 Uhr kam ein 24-Jähriger auf der L 1073 kurz nach dem Ortsausgang von Abtsgmünd-Pommertsweiler mit seinem VW bei Glätte in einer Rechtskurve ins Schleudern. Der VW prallte mit dem Heck gegen das entgegenkommende Auto eines 63-Jährigen, das in die Leitplanke gedrückt wurde. Schaden: rund 5500 Euro.
  • Um 7.30 Uhr rutschte ein Auto im Walkersbacher Tal wegen Schneeglätte in den Graben. Mithilfe des ADAC kam das Fahrzeug wieder auf die Straße.
  • Um 7.50 Uhr kam ausgerechnet ein Schneepflug auf der abschüssigen Industriestraße in Alfdorf wegen Glätte ins Rutschen und stieß mit einem geparkten Lastwagen zusammen. Schaden: etwa 6000 Euro.
  • Um 8.30 Uhr ereignete sich auf der Hauptstraße in Schechingen ein Auffahrunfall auf schneeglatter Fahrbahn.
  • Um 9 Uhr kam ein 54-Jähriger mit seinem Kia auf der B 19 bei Abtsgmünd auf Höhe der Abzweigung L 1073 nach rechts von der Fahrbahn ab und fuhr gegen die Leitplanke. Das Auto musste abgeschleppt werden. Es entstand etwa 4100 Euro Gesamtschaden.
  • Um 10.14 Uhr rutschte ein Lkw in der Hohenstaufenstraße in Spraitbach gegen einen Zaun. Schaden: rund 50 Euro.
  • Um 13.45 Uhr ereignete sich in der Josefstraße in Schwäbisch Gmünd ein Auffahrunfall auf glatter Fahrbahn: Ein 43-jähriger Ford-Fahrer hat laut Polizei zu spät erkannt, dass eine vor ihm fahrende 35-jährige BMW-Fahrerin verkehrsbedingt angehalten hatte.

Lastwagen blockieren Straßen

Neben diesen Unfällen gab es weitere Verkehrsbehinderungen wegen Schneefalls und Glätte. Vor allem an den Steigungen rings um Schwäbisch Gmünd hatten Lastwagenfahrer ihre liebe Not: An der Buchauffahrt steckten gegen 5.45 Uhr drei Lastwagen fest, berichtet Holger Bienert. Der Verkehr konnte dort auf der Überholspur an den Lastwagen vorbeifahren. Andernorts sorgten liegengebliebene Lastwagen für mehr Behinderungen, etwa am Mutlanger Berg, am Furtlepass bei Degenfeld und an der Steigung nach Lauterburg. Auf der B 298 zwischen Vorder- und Hinterlintal ist ein Lastwagen gegen 12 Uhr auf schneeglatter Fahrbahn gerutscht und stand schließlich quer auf der Straße. Zwischen Mutlangen und Pfersbach blieb ein Lastwagen gegen 7 Uhr hängen. Der Fahrer musste warten, bis der Räumdienst die Strecke frei machte.

Von der Straßenmeisterei Schwäbisch Gmünd des Landkreises waren am Dienstag 15 Mitarbeiter mit neun Fahrzeugen im Einsatz. Das Baubetriebsamtsteam der Stadt sorgte zusammen mit zwei Fremdfirmen mit rund 80 Personen für sichere Straßen und Wege. Vorrangig auf Ortsdurchfahrten, auf Bundesstraßen, Landesstraßen und Kreisstraßen, Gemeindeverbindungsstraßen, Buslinien und wichtigen Wohnerschließungsstraßen, wie Stadtsprecherin Ute Meinke informiert. Um die restlichen Strecken kümmere sich der Räumdienst nachrangig.

Ab 3 Uhr unterwegs

Der Bereitschaftsdienst überwache das Wetter und die Straßen rund um die Uhr. Im Fall der Fälle werden die Mitarbeiter ab 3 Uhr für Fahrbahnen und ab 4.30 Uhr für den Handwinterdienst alarmiert. Gegen die Glätte auf den Straßen setzen Mitarbeiter des Baubetriebsamts Salz und Sole ein, auf den Gehwegen Splitt. Insgesamt rund 1500 Tonnen Salz und Splitt habe die Stadt dafür vorrätig.

Räumpflicht gilt ab 7 und bis 21 Uhr

Anwohner müssen Gehwege werktags bis 7 Uhr, an Sonn-und Feiertagen bis 8 Uhr geräumt und bestreut haben, heißt es in der Streupflichtsatzung der Stadt. Falls kein Gehweg vorhanden ist, gilt dies am Straßenrand auf einem Meter Breite. Wenn es danach weiter schneit oder gefriert, ist "unverzüglich, bei Bedarf auch wiederholt zu räumen und zu streuen". Diese Pflicht endet um 21 Uhr.

Zum Bestreuen ist Sand, Splitt oder Asche zu verwenden. Zum Auftauen darf auf Gehwegen aus Naturschutzgründen kein Salz eingesetzt werden. Ausnahmen: bei Eisregen, auf Treppen und bei starkem Gefälle.

Knapp 100 Mitarbeiter hatten das Baubetriebsamt und die Straßenmeisterei am Dienstag im Winterdienst-Einsatz.

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