Millimeterarbeit an der Remsgalerie

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Stück für Stück nimmt der Stauferfries an der Remsgalerie Gestalt an. Foto: Tom
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Zwei Drittel des gesamten Stauferfries-Projekts sind finanziert. Die ersten fertigen Teilstücke sind nun bereits an der Backsteinfassade der Gmünder Remsgalerie zu sehen.

Schwäbisch Gmünd

Er wirft schon seine Schatten, der Stauferfries des Künstlers Dr. Helmut Maximilian Gruber-Ballehr, der die Ziegelwand der Remsgalerie schmücken wird. Die „Bilder 100 bis 52“ werden nach und nach montiert und zaubern Schattentheater bei Sonnenschein auf die nüchternen Ziegel der Fassade der Gmünder Remsgalerie.

Keine einfache Aufgabe, die Projektleiter Richard Pollak zu koordinieren hat. Der Unterbau des Frieses ist montiert. Das, was an der Wand hängt, erwies sich als herausfordernde Aufgabe in Statik und Mauerwerk, ist nun erfolgreich abgeschlossen. Nun warten die einzelnen Bildplatten aufs Einhängen. Was so simpel erscheint, erfordert akribische Millimeter-Arbeit mit viel Fingerspitzengefühl.

Die Bildtafeln wurden gelasert, also ausgeschnitten aus einer Edelstahlplatte, dann wird gekantet: die Vorrichtung fürs Einhängen gebogen. Ein nächster Schritt ist die Anbringung der Beleuchtung auf der Rückseite. Hier ist Harald Bohlinger, Spezialist für Lasershows, als Fachmann am Werk. Es geht nicht darum, generell eine LED-Leuchtgruppe zu installieren, sondern darum, die Leuchtelemente so zu positionieren, dass die Details optimal herauskommen: Bei Tag das Spiel mit dem Sonnenlicht, bei Nacht sorgt die LED-Beleuchtung für lebendiges Schattentheater.

Bisher sind die Hälfte der Bildtafeln und der Unterbau durch Spenden finanziert, das heißt zwei Drittel des gesamten Projekts. Aber nun fehlt noch das letzte Drittel der Gesamtsumme. Die Spender der Tafeln eins bis 50 müssen noch ein wenig warten, bis sie ihre Figuren an der Remsgalerie sehen können. Denn nicht alle Teile konnten bisher hergestellt werden. Grund dafür ist der rasant in die Höhe geschnellte Stahlpreis.

Ein Publikumsmagnet sei der Stauferfries schon jetzt, wie Almuth Gruber-Ballehr von ihren täglichen Besuchen auf der „Baustelle“ weiß. Wie kommt man auf die Spendentafel, sei eine der häufigsten Fragen. Durch die Patenschaft für eine Figur, eine Szene – ja, es gibt noch einige – oder durch eine Spende ab 100 Euro. Zum Eintrag auf der Spendentafel gibt es eine Einladung zum Sponsorenfest des Vereins Stauferfries dazu.

So bald die bisher fertigen Bildtafeln eingehängt sind, ist die Übergabe des Frieses als Geschenk an die Stadt Gmünd geplant.

So soll der Stauferfries aussehen, wenn die Arbeiten an der Fassade der Remsgalerie abgeschlossen sind. Visualisierung: privat

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