3,3 Millionen für die Innenstadt in Sicht

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Gmünds Innenstadt/Archivfoto

Gmünd möchte Fördergelder vom Bundes-Innenministerium beantragen.

Schwäbisch Gmünd. Kann die Stadt 3,3 Millionen Euro - davon rund 2,4 Millionen vom Bund - investieren, um die Innenstadt nach der Pandemie wieder zu beleben? Dass die Chancen dafür gut stehen, das hat das Bundes-Innenministerium der Stadtverwaltung signalisiert. Die muss nun bis spätestens Ende Februar einen Förderantrag einreichen.

Oberbürgermeister Richard Arnold informierte die Mitglieder des Verwaltungsausschusses am Mittwoch über die Möglichkeit, ins Förderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ zu kommen. Dabei habe sich ausgezahlt, dass Gmünd bereits viele Ideen zur Aufwertung der Innenstadt gefördert hat. Das Projekt „Gmünd für morgen“, das die Stadtverwaltung einreichen möchte, würde vier Bereiche umfassen:

Grüne Aufenthaltsqualität: die Schaffung erster Baumquartiere, grüne Pop-Up-Installationen, die Ausweitung der in den Schmiedgassen umgesetzten Ideen auf andere Bereiche;

Nachhaltiges Leerstandsmanagement: zum Beispiel Showrooms für Start-Ups oder eine Förderung von Start-Up-Firmen, die sich in der Innenstadt niederlassen;

Innovative Mobilität: beispielsweise der Einsatz von E-Scootern oder Lastenfahrrädern;

Digitalisierung: die Unterstützung des Einzelhandels bei mehr Online-Angeboten.

„Wir haben auf deses Prigramm gewartet“, meinte Dr. Christof Morawitz, Vorstandsmitglied des Handels- und Gewerbevereins. Es sei höchste Zeit, etwas für die Innenstadt zu tun. So sieht es auch Hannes Barth als Vertreter der Gastronomen. Es sei dringend notwendig, wieder mehr Besucher in die Innenstadt zu ziehen. Der Geschäftsführer der Touristik- und Marketing GmbH, Markus Herrmann, sieht den Einsatz der Fördergelder als Investition in die Struktur der Stadt und damit in die Zukunft.

Sprecher der Fraktionen signalisierten, dass sie dem Antrag am 9. Februar im Gemeinderat wohl zustimmen werden. Alfred Baumhauer (CDU) und Sebastian Fritz) Linke mahnten an, in diesem Zuge auch Straßen festzulegen, in denen es eben kein Gewerbe mehr geben soll. Sigrid Heusel würde sich einen größeren Anteil für das Thema „Innovative Mobilität“ wünschen. Karin Rauscher (FWF )möchte genauere Angaben zu den konkreten Projekt-Inhalten. Gmünd solle die Chance ergreifen, meinte Gabriel Baum (Grüne). Brigitte Abele (BL) hofft, dass das Projekt gerade jüngere Menschen anspricht. ⋌wof

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