„Mir fehlt das Pilcher-Gen“

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Autorin Anja Jantschik mit ihrem neuesten Werk, dem Krimi „Das Schweigen der Frauen“. Das Buch ist ab 8. November erhältlich.

Journalistin und Autorin Anja Jantschik hat ihren zehnten Ostalb-Krimi vorgelegt. Worum es in dem Buch geht und wie viel von der Autorin in der Hauptfigur Ira Sander steckt.

Schwäbisch Gmünd 

Am 8. November erscheint der zehnte Ostalbkrimi aus der Feder von Anja Jantschik im Buchhandel. Redaktionsleiter Michael Länge von der Gmünder Tagespost war im Vorfeld neugierig und stellte der Autorin und Journalistin Fragen zum Buch „Das Schweigen der Frauen“.

Zehn Krimis, das ist ein Jubiläum. Bedeutet Ihnen das was?

Anja Jantschik: „Ehrlich gesagt, hat mich da erst der Verlag drauf gebracht. Ich konnte es zuerst gar nicht glauben. Ja, es bedeutet, dass ich schon viele Menschen umgebracht hab (grins). Und, ja, es bedeutet für mich persönlich, dass ich zehn unterschiedliche Bücher nicht nur angefangen, sondern auch abgeschlossen hab. Als kleines Kind stand ich vor dem Bücherregal meiner Oma. Damals war mein sehnlichster Wunsch, dass auf einem der Buchrücken mein Name steht. Und ich freue mich, dass ich mir diesen Kindheitstraum selbst erfüllen konnte.“

Worum geht es in „Das Schweigen der Frauen“?

„Es geht um wahrhaftige, ehrliche Freundschaft, die kein Verfallsdatum kennt. Auch keine Grenzen, Entfernungen oder Lügen. Also unterm Strich ist dieses Buch eine Hommage an die Freundschaft. In einem Stuttgarter Hotel geschieht ein Mord, der seine Kreise bis nach Heckenbach, dem Wohnort von Ira Sander, zieht. Es ist der bislang persönlichste Fall der Journalistin. Zu den bekannten Personen wie dem launigen Kommissar Peter Brand und seinen Kollegen Hermann und Malte sowie dem Amerikaner Jim taucht eine neue Person auf. Emily. Eine Freundin aus Iras Stuttgarter Vergangenheit. Und sie bringt jede Menge Probleme im Gepäck mit.“

Wer stellt das Buch vor, nachdem Klaus Pavel nicht Landrat ist?

„Nun, der neue Landrat, Dr. Joachim Bläse, wird diesen Part dankenswerterweise übernehmen.“

Das Schweigen der Frauen führt den Leser auch in die Landeshauptstadt Stuttgart. Warum verlassen Sie ihren geliebten Ostalbkreis?

„Ira Sander lebt immer noch unglaublich gern im Ostalbkreis. Liebt Heckenbach und den Blick auf die Kaiserberge. Der Hauptteil spielt daher natürlich auch hier. Aber es wird in Stuttgart ein Mord geschehen. Und Ira ist auf gewisse Weise darin verwickelt. Daher muss sie auch dorthin fahren.“

Worin liegt der Reiz des Krimi-Schreibens?

„Ich mag Spannung. Für einen Liebesroman bin ich zu unromantisch. Da fehlt mir das Pilcher-Gen. Als Bücherratte lese ich nach Reisereportagen und Biografien am liebsten Krimis. Und es ist so herrlich kompliziert, sich falsche Alibis auszudenken. Diese Herausforderung nehme ich leidenschaftlich gerne an.

Wie viel Anja Jantschik steckt in Ira Sander?

„Das ist die meistgestellte Frage von der Leserschaft. Und ich habe nach wie vor keine richtige Antwort drauf. In jedem Buch steckt mit Sicherheit etwas von der Autorin drin. Aber es entspringt doch tatsächlich sehr vieles auch der Fantasie. Ira Sander mag nicht heiraten – ich bin verheiratet. Sie hat auch keine Kinder. Ich habe einen Sohn. Sie ist auf jeden Fall nicht mein zweites Ich. Es wäre also ein Trugschluss, dies anzunehmen. Und, Hand aufs Herz, ich habe noch nie einer Person das Lebenslicht ausgeblasen.“

„Das Schweigen der Frauen“ mit 256 Seiten erscheint im Einhorn Verlag und ist ab 8. November im Buchhandel erhältlich. ISBN 978-3-95747-124-6

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