Mit Autos gegen Corona-Verordnungen

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Das neue Aktionsbündnis "Zirkus Querspiel" am Sonntag auf dem Gmünder Schießtalplatz; nach der Kontrolle durch die Polizei fuhren 70 beflaggte Fahrzeuge auf der B 29 nach Endersbach und zurück, die Botschaft: "Nein zur neuen Normalität".
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Neu gegründetes Aktionsbündnis "Zirkus Querspiel" startet zum Korso gegen die Corona-Regeln.

Schwäbisch Gmünd/Endersbach

Seit einer Woche existiert das neugegründete Aktionsbündnis gegen die Corona-Verordnungen, "Zirkus Querspiel". Dessen Gründerin, Alexandra Stricker aus Waldstetten, rief am Sonntag zu einem Autokorso gegen die Corona-Verordnungen auf. Ihr Anliegen ist es, gegen die Verordnungen und "gegen die neue Normalität" zu demonstrieren. Stricker möchte dazu auffordern, "zurückzugehen und sich wieder am Grundgesetz zu orientieren".

Beim Gmünder Ordnungsamt angemeldet war die Zahl der teilnehmenden Fahrzeuge mit "100 bis 500". Damit wollte Stricker sicherstellen, dass kein Teilnahmewilliger abgewiesen werden muss.

Ein so tituliertes "Friedensfahrzeug" wies am Sonntag um 14 Uhr den Weg zur Sammelstelle am Gmünder Schießtalplatz, wo die vor Ort anwesende Polizei 60 Fahrzeuge mit 200 Personen zählte.

Die von Stricker geschätzten rund 170 Anwesenden teilten ein Anliegen: "Die Corona-Verordnungen müssen weg - Nein zur neuen Normalität". Diese Botschaft wurde auf bedruckten Fahnen von der Initiatorin an die Fahrzeugführer verteilt und an den Autos befestigt. Damit wollte Stricker sicherstellen, dass nur Flaggen genutzt werden, die sicher an den Autos angebracht werden konnten. "Unsere Message ist wichtig, aber Verkehrssicherheit geht vor", sagte sie dazu. Dasselbe galt für die Strecke vom Schießtalplatz über die B 29 bis zur Ausfahrt Weinstadt-Endersbach, wo der Konvoi problemlos wenden sollte. Ohne Zwischenfälle konnte der Autokonvoi den Schießtalplatz unter Begleitung eines Einsatzfahrzeugs der Polizei verlassen.

Wir wollen gesehen werden.

Alexandra Stricker, Zirkus Querspiel

Polizei kontrolliert Maßgaben

Eine Kundgebung gegen die Corona-Verordnungen stand nicht auf dem Plan. Das Motto am Sonntag war ein anderes: "Wir wollen gesehen werden", sagte Stricker, die sich mit dem Zuspruch zufrieden zeigte. "Zu unserem ersten Aufruf sind doch erstaunlich viele Gleichgesinnte erschienen", resümierte sie.

Die Polizei hatte vor Fahrtbeginn die Versammlung überprüft. Dabei ging es unter anderem darum, dass auch in den Fahrzeugen die Corona-Verordnungen eingehalten werden. Außerdem, dass die Teilnehmer - wie bei jeglicher Demonstration mit Fahrzeugen - auf der B 29 keine Kolonnen bilden und dass dies auf der Strecke bis nach Endersbach und zurück von den Demo-Teilnehmern eingehalten wurde. Zwar haben keine Einsatzfahrzeuge die Demo auf der B29 begleitet, teilt die Polizei weiter mit, jedoch kontrollierten Steifen an verschiedenen Punkten der Strecke, ob die Regeln eingehalten wurden und dies sei der Fall gewesen.

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