Mit bunten Taschen gegen die Armut

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Fabian Aldinger mit einer seiner Batik-Bags. Durch den Verkauf der Taschen könnte der armen Bevölkerung in Indonesien Arbeit und Lohn verschafft werden, meint der Unternehmer.

Wie ein junger Gmünder gleichzeitig der indonesischen Bevölkerung helfen, gegen Plastikmüll angehen und dabei noch Geld verdienen will.

Schwäbisch Gmünd

Vor zwei Jahren gründete der Gmünder Jungunternehmer Fabian Aldinger seine Online-Werbeagentur Lead Anker und bezog seinen Arbeitsplatz im Gmünder Gründerzentrum für Start-Up Unternehmer, Gründer Freiberufler, Student oder Kreativer "in:it". Von einer Urlaubsreise zu Beginn der Corona-Krise brachte der junge Geschäftsmann eine weitere Geschäftsidee mit, die Aldinger als "Geschäftsidee mit starker sozialer Komponente" bezeichnet.

Die Reise führte den jungen Gmünder Geschäftsgründer nach Indonesien. Nicht nur Land und Leute interessierten den 28-Jährigen, vielmehr zeigte sich Aldinger von der Perspektivlosigkeit der Insulaner nachhaltig berührt, rund ein Viertel der Indonesier sind von Armut betroffen, die Menschen auf einer von ihm besuchten "wirklich kleinen Insel" leben ausschließlich vom Tourismus, eine staatliche Unterstützung, speziell jetzt in Corona-Zeiten, wird diesen Menschen nicht gewährt. Die Menschen stellen dort vor Ort handgefertigte Batik-Bags her, das sind bunte Taschen, die als praktische Alltagsbegleiter, "das Leben einfacher und schöner machen". Der Batik-Bag ist die Kombination aus traditioneller indonesischer Batik, einem modernen Beutel mit Blickfang und Einfallsreichtum in turbulenten Zeiten, meint Aldinger. Seine erste persönliche Batik-Bag erstand der junge Marketing-Master in Indonesien und war spontan von den schönen Farben und der handwerklichen Qualität überzeugt. Ein Gedanke reifte in dem ehemaligen HBG-Abiturient, warum nicht die indonesische Handwerkskunst in Deutschland vermarkten und damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe fangen? Durch den Verkauf der Taschen könnte so der armen Bevölkerung Arbeit und Lohn verschafft werden, zudem verwendet Aldinger einen Teil der Einnahmen, um gemeinnützige indonesische Organisationen zu unterstützen, die sich für Mensch, Tier und Umwelt einsetzen. Eine weitere Komponente, die Aldinger für sein Projekt Batik-Bag begeistert, ist der praktische Umweltschutz. Die Taschen seien eine echte Alternative zur Plastiktüte und können gegen die steigende Vermüllung des schwer abbaubaren Plastikmülls beitragen.

Von der Qualität überzeugt

Die Taschen machen das Leben einfacher und schöner.

Fabian Aldinger, Jungunternehmer

100 dieser farbenfrohen Taschen wurden von Aldinger geordert und fanden Anfang Juni den Weg ins Gmünder Gründerzentrum. Nach wie vor ist Fabian Aldinger von der hohen Qualität überzeugt. Je mehr Taschen verkauft werden, umso mehr könne Aldinger mit seiner Firma Batik-Bag gegen Vermüllung und gegen die Armut in Indonesien unternehmen. Zumindest ein großer Kreditkarten-Anbieter ist von der Geschäftsidee überzeugt, bei einem Ideenwettbewerb konnte sich der Firmengründer durchsetzen und erhält ein Jahr eine kostenlose Werbekampagne auf den sozialen Medienplattformen. Unter www.batikbag.de gibt es weitere Informationen, hier können auch Bestellungen aufgegeben werden.

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