Mit dem Zebra über Gmünd sprechen

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Von links: Ralph Häcker (Leiter Kulturbüro Gmünd), Waltraud Pfitzer-Stütz und Hauptamtsleiter Helmut Ott.

Bei der Aktion Zebra können Anwohner Anregungen und Kritik zur Stadtentwicklung geben. Die Annahmestelle ist ins Rathaus umgezogen. Was bis jetzt für Vorschläge zusammenkamen.

Schwäbisch Gmünd

Für die kalte Jahreszeit ist das Zebra vom Johannisplatz in das warme Rathaus umgezogen. Bei der Kunstausstellung "Gmünd Art" war die politische Kunstaktion im Juni vorgestellt worden. Die Aktion steht in einer Reihe von Kunstprojekten rund um das Thema Schwäbisch Gmünd, die in den vergangenen Jahren von Waltraud Pfitzer-Stütz kreiert wurden. Bei der auf einem Holzsockel drapierten Plastik können Anwohner einen Umfragebogen ausfüllen und in einem Kästchen deponieren. Die Idee, ein Zebra als Maskottchen zu nutzen, kam der Künstlerin, als sie sich an den alten Schlager "Warum hat das Zebra Streifen" von Künneke Evelyn erinnerte. "Mein Zebra fragt alle, die sich für die Gmünder Stadtentwicklung interessieren, was gefällt ihnen und was nicht?", erläutert Waltraud Pfitzer-Stütz. Anwohner könnten Fragen über die Stadt stellen, eigene Anregungen oder Kritik geben und auch Lob aussprechen, verdeutlicht sie.

Bänke und Bäume als Wunsch

Knapp 50 Umfragebögen sind laut Pfitzer-Stütz schon ausgefüllt worden. Viele Anregungen drehen sich um die Innenstadt. Am Marktplatz gebe es nicht genug Sitzgelegenheiten und in der Innenstadt zu wenig Einzelhandel und viel zu wenig Bäume. Darüber hinaus wünschten sich die Bürger mehr gastronomische Alternativen zu Cafés. Für Kinder würden mehr Spielmöglichkeiten für den Winter, bevorzugt in Hallen, gewünscht. Es gebe auch spezifische Ideen, wie ein überdachter Fahrradabstellplatz am Remspark.

"Wir sind gespannt, was da noch alles kommt, und haben keine Scheu, uns den Spiegel vorhalten zu lassen", sagt Hauptamtsleiter Helmut Ott. Er verspricht, dass das Zebra mindestens bis Jahresende im Foyer des Rathauses eine Heimat gefunden hat. Denn zu seiner Freude gibt es auch Lob durch die Umfrage. Generell wird die positive Entwicklung Gmünds im Zuge der Landesgartenschau gepriesen. Auch die Spielmöglichkeiten für Kinder, wie der Spielplatz am Bahnhof und vor allem der temporäre Sommerspielplatz auf dem Marktplatz werden positiv hervorgehoben. Ott sicherte Waltraud Pfitzer-Stütz eine Stellwand gegenüber dem Zebra zu. Dort wird die Auswertung der Umfrage zukünftig öffentlich gemacht. Den Schlüssel zum Umfragekasten hat nur Pfitzer-Stütz, die auch selbst die Auswertung übernimmt. Die Antworten werden vor Veröffentlichung anonymisiert. Ralph Häcker, Leiter des Gmünder Kulturbüros, zeigt sich hocherfreut, dass das Kunstprojekt über die "Gmünd Art" hinaus auf die Stadt "nachwirkt".

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