Mit der Kraft der Osterkerze für Frieden in der Ukraine

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Die Dekane Ursula Richter und Robert Kloker beteten am Freitagabend mit etwa 100 Menschen für Frieden in der Ukraine.
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Die beiden Dekane Ursula Richter und Robert Kloker laden zum Gebet in die Franziskuskirche.

Schwäbisch Gmünd. Etwa 100 Menschen kamen am Freitagabend zu einem Friedensgebet der beiden Dekane Ursula Richter und Robert Kloker in die Franziskuskirche. Sie wollten den Krieg in der Ukraine, „das „Furchtbare und die Not“, im Gebet vor Gott tragen, sagte Kloker. Die Dekane hatten dazu die Osterkerze entzündet, um „der Verstorbenen dieses Krieges zu gedenken“.

Sie hätten die Franziskuskirche bewusst als Ort für dieses Gebet ausgewählt, sagte der katholische Dekan. Denn der Mesner der Franziskuskirche, Kristof Czapka, hat seit mehr als 20 Jahren eine Verbindung zu dem aus Polen kommenden Pfarrer Pjotr Smolka, der in der Westukraine eine Gemeinde hat. Zu dieser Gemeinde will die Gmünder Gemeinde über Czapka in diesen Tagen eine besondere Verbindung halten.

Sie wollten in dieser Stunde mit den Menschen in der Ukraine und mit denen in Russland verbunden sein, die Frieden wollen, sagte Richter. Wladimir Putin habe mit diesem Krieg die Friedensordnung Europas zerstört, er habe das Völkerrecht und das Interesse seines eigenen Volkes mit Füßen getreten. Alle seien in Sorge vor einer Ausbreitung dieses Krieges, sagte die evangelische Dekanin.

Richter und Kloker lasen die nach dem Angriff der Nazi im Jahr 1940 auf Coventry entstandene Versöhnungslitanei gegen Hass, gegen Allmachtsfantasien, gegen mangelnde Teilnahme an der Not von Flüchtlingen, gegen Hochmut und - für Versöhnung. Sie zitierten aus einer Erklärung der Bischöfe der großen Kirchen im Land, Frank Otfried July, Jochen-Cornelius Bundschuh, Stephan Burger und Gebhard Fürst. Sie seien entsetzt über die Angriffe, hätten die Bischöfe erklärt. Putin habe sich eklatant über das Völkerrecht hinweggesetzt. Dabei seien Krieg und Waffengewalt keine Lösung. Dieser Krieg treffe eine ohnehin Not leidende Bevölkerung. Die Bischöfe hätten Putin aufgerufen, die Angriffe zu stoppen.

Gemeinsam mit Wolfgang Schlupp-Hauck von der Pressehütte der Mutlanger Friedenswerkstatt sprachen die Dekane Fürbitten. Für unschuldige Opfer. Für Flüchtlinge. Für Menschen, die ohnmächtig dem Krieg ausgesetzt seien. Für eine Umkehr derjenigen, die ihr Volk unterdrückten. Für eine Erleuchtung der Fanatisierten. Für Wahrheit statt Angstmacherei. Für ein Mitwirken an Lösungen. Und für ein Erwachen des Gewissens der Politiker, damit Menschen nicht mehr unter Gewalt leiden müssten.

Als Zeichen der Solidarität und der Hoffnung luden Richter und Kloker die Besucher ein, ein Friedenslicht zu entzünden. An der Osterkerze, die in St. Franziskus brennt. Michael Länge

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