Mit Handtuch und Seife dem Gmünder Münster helfen

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Münsterbauverein Weihnachtsaktion
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Der Münsterbauverein sammelt mit einer Verkaufsaktion in der Adventszeit wieder Geld für die Münster-Sanierung.

Schwäbisch Gmünd

Mit Handtuch und Seife kann man dem Heilig-Kreuz-Münster helfen. Diese beiden Produkte, natürlich in sehr besonderen Ausführungen, wird der Münsterbauverein bei seinem diesjährigen Adventsverkauf anbieten. Der Vorsitzende des Vereins, Münsterpfarrer Robert Kloker, und seine beiden Stellvertreter im Verein, Andrea Rack und Hans-Dieter Beller, stellten die Aktion in einem Pressegespräch vor und unterstrichen auch die Notwendigkeit der damit verbundenen Einnahmen.

Das Heilig-Kreuz-Münster braucht dringend eine Rundum-Sanierung, insgesamt knapp 5,6 Millionen Euro sind dafür veranschlagt. Der erste der elf geplanten Bauabschnitte, der im vergangenen Jahr ablief, wurde nun abgerechnet. Ergebnis: Die Kosten liegen mit 553 000 Euro um knapp 100 000 Euro über dem Voranschlag. Robert Kloker hofft nicht, dass sich jeder Bauabschnitt so verteuert, aber allein für diesen ersten Abschnitt müsse der Münsterbauverein rund 60 000 Euro an Spenden und Erlösen als Beitrag einbringen.

Dabei sollen Handtuch und Seife helfen, wie Hans-Dieter Beller erläuterte. Der Verein hat zum einen beim traditionsreichen Stuttgarter Seifenhersteller Haag 1000 Stück Seife mit dem Duft der Tonka-Bohne und mit einer eingedruckten Darstellung des Gmünder Münsters herstellen lassen. Zum Verkauf bietet der Münsterbauverein in der Adventszeit auch ein graues Handtuch des Herstellers Möve an, auf dem eine Stickerei das an den Fenstern der Kirche sichtbare Maßwerk des Münsters darstellt. Die Seife wird für 9,90 Euro angeboten, wovon etwa ein Drittel als Erlös fürs Münster bleiben würde. Das Handtuch soll 14,90 Euro kosten. Als Set gibt's beide Produkte für 22,90 Euro.

Andrea Rack hat den Verkauf organisiert. Dafür wird der Verein an den Adventssamstagen ab dem 27. November mit einem Stand auf dem Wochenmarkt vor der Münsterbauhütte vertreten sein. Dort gibt's dann auch andere Münster-Produkte wie den Führer, der das Gmünder Wahrzeichen beschreibt. Diese Führer konnte man früher auch am Schriftenstand im Münster kaufen und das Geld dort einwerfen. Diesen Verkaufsweg hat der Verein jedoch inzwischen eingestellt, denn, so Robert Kloker, „da wird alles geklaut“.

Taschenschirm kommt

Die Kreissparkasse wird in ihrer Gmünder Hauptstelle an einem Stand das Handtuch und die Seife ebenfalls anbieten, berichtet Andrea Rack. Zudem werden wieder die Altersgenossenvereine und Geschäfte angesprochen, da sich die beiden Produkte doch auch gut als Weihnachtsgeschenke eignen. Und wer, zum Beispiel wegen einer Gehbehinderung nicht zu den Verkaufsstellen kommen kann, kann auch im Münsterpfarramt (Telefon 07171/2464) anrufen; das Bestellte wird dann geliefert.

Mit besonders gestalteten Produkten im Advent hat der Münsterbauverein schon im vergangenen Jahr gute Erfahrungen gemacht. Damals wurde ein Schirm mit Münster-Motiven angeboten, der sehr guten Absatz fand. Bis auf eine „eiserne Reserve“ seien alle verkauft worden, so Andrea Rack. Wegen des Erfolgs lässt der Verein nun einen Schirm im Handtaschenformat mit Gmünd-Motiven herstellen. Der werde allerdings frühestens ab Januar verfügbar sein, sagte Hans-Dieter Beller.

Solche Verkaufsschlager werden weiterhin notwendig sein: Bis 2030 werde vom Münsterbauverein jährlich ein Zuschuss zu den Sanierungskosten in der Größenordnung von 60 000 Euro erwartet, so Robert Kloker.

Der Münsterbauverein wird nach pandemiebedingter Pause im nächsten Jahr wieder ein Programm mit Vorträgen, Führungen und Reisen bieten. Es soll im Dezember rauskommen.

Da wird alles geklaut.“

Robert Kloker, über den Schriftenstand im Münster
  • Großmaßnahme bis 2030
  • Die Sanierung des Heilig-Kreuz-Münsters hat 2020 begonnen und soll in elf Abschnitten bis 2030 dauern. Die Gesamtkosten sind mit 5,557 Millionen Euro kalkuliert. Zuschüsse kommen von der Stadt, dem Land, dem Bund, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Für den derzeit laufenden zweiten Bauabschnitt sind Kosten von 514 000 Euro veranschlagt.
Robert Kloker, Andrea Rack und Hans-Dieter Beller (v. l.) präsentieren die Handtücher und Seifen, die im Adventsverkauf helfen sollen, die Kosten für die Sanierung des Heilig-Kreuz-Münsters zu decken.

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