Mit Lego die Lust am Forschen wecken

+
Endlich kann es eröffnet werden. Das Mint Education Lab an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd.

An der Pädagogischen Hochschule gibt's jetzt ein „MINT Education Lab“.

Schwäbisch Gmünd Rechnen, Lesen und Schreiben haben an den Grundschulen Priorität. Aber der Digitalisierung muss Tribut gezollt werden, damit der Lebenslauf erfolgreich werden kann. Dazu gehört die richtige Didaktik, die richtige, fundierte Anleitung. Sowohl für die Lehrenden als auch für die Schülerschar. „Die Pandemie hat gezeigt, dass neue, kreative Unterrichtsformen wichtig sind“, beschrieb Professorin Dr. Silke Ladel. und freute sich, dass nun endlich, beim dritten Anlauf bedingt durch die Pandemie, an der Pädagogischen Hochschule offiziell das „MINT Education Lab“ vorgestellt werden konnte. Vertreter aus Politik und Wirtschaft drückten dazu gemeinsam die „Schulbank“ in dem neu eingerichteten Lab, das in Kooperation mit LEGO Education eingerichtet werden konnte. Unter den Gästen auch Staatssekretärin Petra Olschowski vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden Württemberg. Die Politikerin machte deutlich, dass die Digitalisierung heute zum Unterricht gehört. Man könne nicht früh genug ansetzen. Nämlich am Ursprung: in den Grundschulen. Und es gelte, die neue Lehrmethoden-Kompetenz im Hochschulstudium zu vermitteln. „Man muss sich die Offenheit für neue Entwicklungen bewahren“, sagte die Staatssekretärin. Hier brauche es auch die Kooperation zu Unternehmen. „Das Lab ist ein Ort des Netzwerks und des Austausches.“

Als „weiteres Mosaiksteinchen in der MINT-Region Ostalb“ bezeichnete Landrat Dr. Joachim Bläse die neue Einrichtung. Als Innovationsregion „brauchen wir MINT“, erinnerte er etwa an die Automobilindustrie. „Und wir brauchen dieses Netzwerk für die Herkulesarbeit zur Digitalisierung.“ Es sei ein klares Bekenntnis der PH, dass sie die Zukunft innovativ angehe und nicht in einer „Schockstarre“ verharre, lobte Bläse. Dass die Begeisterung für Digitalisierung, Robotik und allgemein fürs Forschen vorhanden ist, zeige der Wettbewerb „Jugend forscht“. „Wir können im Land und im Ostalbkreis auf ein menschliches Ressourcenpotenzial setzen“, machte der Landrat deutlich. Und die Wirtschaft habe dies als wichtiger Partner erkannt. „Die Menschen brauchen wir als Kapital in der Forschung. Nicht nur in der Technik, auch in der Pädagogik.“ Dabei sandte er ein großes Kompliment zur Partnerschaft mit LEGO. Professorin Leidel machte deutlich: „Die Digitalisierung ist eine große Chance, die müssen wir nutzen.“ Digitale und analoge Welt gelte es zu verbinden. Und man müsse sich „nach außen tragen“ mit Ausstellungen, Messen und ähnlichem. Es gelte, das Interesse für Robotik und Forschung auf spielerische Weise zu wecken. „Man muss die Forschung in die Lehre integrieren“, forderte die Rektorin der Hochschule. Professorin Dr. Claudia Vorst stellte fest: „Ich bin sehr begeistert.“ Das Education Lab sei ein „Raum voller Möglichkeiten“, spielerisch etwas zu entdecken und zu schaffen. Es brauche den Mut von der Kreativität zur formalen Logik. Trotz Raumnot habe die PH diese Anlaufstelle für mathematische Kreativität ermöglicht. „Wir brauchen innovative Lernräume und Lernkonzepte“, unterstrich die PH-Rektorin. Interaktion fördere die Kompetenz, man müsse die Methodik als Chance sehen. Und durch das neue Kolleg an der PH erwarte man sich noch weitere Impulse. Es folgten weitere Grußworte von Ann-Christin Walker und Dr. Gopal Kutwaroo (Video) von LEGO Education. Man wolle Begeisterung für Naturwissenschaften wecken, bereits in der Grundschule einfache Programmiersprache vermitteln durch leichte und spielerische Aufgaben, so Walker. „Und es muss Spaß machen“, schob Walker nach. Es müsse ein Umdenken in den Klassenzimmern geben. Die Kinder sollen ausprobieren, spielen und lernen. Vor allem aber sollte der natürliche Forscherdrang des Nachwuchses unterstützt und didaktisch begleitet werden.

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

Kommentare