Mit Mut und Tatkraft zurück zur Normalität

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Der neu- und wiedergewählte Vorstand des Chorverbands Friedrich Silcher mit Ehrengästen der Mitgliederversammlung.
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Der Chorverband Friedrich Silcher hält Neuwahlen ab, ehrt verdiente Mitglieder und nennt Zukunftspläne.

Schwäbisch Gmünd. Zweimal musste die Mitgliederversammlung des Chorverbands Friedrich Silcher pandemiebedingt abgesagt werden. Nun konnte die Versammlung mit den Gesangsvereine aus dem Altkreis Schwäbisch Gmünd und Waiblingen in Plüderhausen über die Bühne gehen. Auf der Tagesordnung standen Ehrungen, Neuwahlen und eine Zukunftsdiskussion.

In seinem Grußwort äußerte der Landrat des Rems-Murr-Kreises, Dr. Richard Sigel, seine Freude darüber, dass der Chorverband nach „langen schweren Zeiten“ seine Mitgliederversammlung abhalten konnte. Die Proben der Chöre hätten erfreulicherweise wieder aufgenommen werden können, wenn auch unter besonderen Verhältnissen. Musik selber machen sei eine besondere Sache, so Sigel. Etwas auf das die Gesangsvereine 18 Monate lang „schmerzlich verzichten“ mussten, den „Singen war verboten“.

Für den Plüderhäuser Bürgermeister Benjamin Treiber war es eine besondere Ehre, dass die Verbandsversammlung in seiner Stadt abgehalten wurde, trotz der vergangenen Einschränkungen setze er auf den „Mut und die Tatkraft“ des Chorverbandes auf dem Weg in die Normalität.

Schwere Zeiten

Im Anschluss an die Grußworte blickte auch der Präsident des Schwäbischen Chorverbandes, Dr. Jörg Schmidt, auf eine „schwere Zeit“ für die Sänger zurück. Seine Bitte und Dank galt den Chorleitern, die ihre Sänger „zusammengehalten“ und so einen Mitgliederschwund vermieden haben.

Mit dem Totengedenken eröffnete Hans-Albert Schur, Präsident des Chorverbandes Friedrich Silcher, schließlich den offiziellen Teil. Namentlich erwähnte er die verstorbene Geschäftsführerin Ingrid Scholz, die „eine große Lücke“ im Chorverband hinterlassen habe.

In seinem Geschäftsbericht konnte Schur davon in Kenntnis setzen, dass jährlich ein oder zwei Vereine dem Verband verloren gehen – dies sei aber nicht als „Vereinssterben“ zu bezeichnen. Denn erfreulicherweise habe man im vergangenen Jahr sogar eine Neuanmeldung verzeichnen können.

Mit großem Bedauern berichtete der Präsident vom 100. Jubiläum des Chorverbandes im vergangenen Jahr. Sämtliche Festlichkeiten im Oktober seien geplant und vorbereitet gewesen, mussten letztlich aber allesamt abgesagt werden. Man werde sich aber Gedanken darüber machen, wie das Jubiläum nachgefeiert werden kann. Viele weitere Aktivitäten seien ebenfalls der Pandemie zum Opfer gefallen.

Marga Elser, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit beim Chorverband, sprach von „schwierigen zwei Jahren“,i n denen nur die Möglichkeit bestanden habe, den einzelnen Chören Hilfestellungen zu geben, „ob und wie man singen und proben kann“. Nun hofft sie auf einen „Neustart“, um den Bürgern zu zeigen, welche Aktivitäten die einzelnen Chöre auf die Beine stellen können.

Der Bericht der Schatzmeisterin Isabell Schmitz verzeichnete für die Pandemiejahre jeweils 98 000 Euro Corona-Soforthilfegelder, der Kassenstand zum Jahresende betrug 29 593 Euro. Eine Kassenprüfung bescheinigte ihr eine korrekte Kassenführung, woraufhin die Entlastung des Präsidium und der Schatzmeisterin einstimmig erfolgte.

Besondere Ehre für Bernd Weller

Bevor die Neuwahlen vorgenommen werden konnten, durfte Präsident Schur den anwesenden Bernd Weller vom Liederkranz Rienharz die goldene Silchernadel für 20-jährigen Vereinsvorsitz überreichen. Anschließend wurde gewählt. Unter der Wahlleitung von Bürgermeister Treiber wurden für die nächsten drei Jahre Präsident Schur und Vizepräsident Heinz Siegle einstimmig wiedergewählt. Andreas Kraus wurden die Finanzen für die kommenden drei Jahre anvertraut. Neuer Schriftführer ist Friedrich Krauß, neue Geschäftsführerin Isabell Schmitz. Und Lea Roller ist die neue Verbandschorleiterin. Die neuen Beiräte sind Dorrit Meincke, Marga Elser, Rüdiger Bonrath und Dietmar Kleiner. Andrea Rohrbach

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