Mit Pferden aus der Pandemie

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Sehr kleine, aber auch sehr große Pferde werden am Sonntag auf dem Marktplaz gezeigt.
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Die Ausrichter sehen den Gmünder Pferdetag am kommenden Sonntag als „Neustart“.

Schwäbisch Gmünd. Für Gmünd ist es die erste Großveranstaltung nach der „heißen Phase“ der Corona-Pandemie, für die Pferdezüchter und -freunde die erste Prämierung in diesem Jahr, nachdem die traditionellen Bewertungen in Gaildorf und beim Kalten Markt in Ellwangen abgesagt werden mussten: Der 18. Gmünder Pferdetag am Sonntag, 3. April, ist für die Ausrichter und Beteiligten auch ein Symbol des Neustarts nach Corona.

Gut erklärt

Noch sind die Zahlen nicht wie vor der Corona-Zeit, als oft mehr als 100 Pferde zur Prämierung in Gmünd angemeldet waren. 65 Pferde werden den Preisrichtern vorgestellt. Doch der Vorsitzende des Pferdezuchtvereins Schwäbischer Wald, Horst Klunzinger, sieht bei den Züchtern bereits eine große Spannung vor der ersten großen Prämierung in der Region in diesem Jahr. Auch wenn die Anmeldezahlen in diesem Jahr nicht so hoch sind wie in früheren Jahren, ist er überzeugt, dass der Gmünder Pferdetag wieder zu alter Größe zurückkehren wird. Das Ambiente stimme, es seien immer viele Zuschauer in der Stadt, eine Vielfalt von Rassen werde gezeigt und die Kriterien der Prämierung würden auch den Laien gut erklärt. Auch in diesem Jahr moderiert der Tiermediziner und anerkannte Pferdeexperte Dr. Hagen Nowottny.

„Pferde sind ein Thema für die ganz Familie“, darin sieht Organisator Robert Frank von der Touristik- und Marketing GmbH einen Grund für die Anziehungskraft der Veranstaltung. Als „Laufsteg“ für die Pferde wird die Stadt eine rund 1000 Quadratmeter große Arena vor dem Rathaus mit Sand bedecken. Nach der Prämierung, die von 11 bis gegen 14 Uhr geht, folgt ein Schauprogramm auf dem Oberen Marktplatz. Pferdesportvereine aus Gmünd und der Umgebung, aber auch Pferdesportler und Reiterhöfe aus der weiteren Region zeigen Vieles von „tanzenden Pferden“, einem Vierspänner oder der größten Pferderasse der Welt bis hin zu Friesen-Show und Märchenritterturnier.

Ein weiterer Grund für die Anziehungskraft des Tags sind die mehr als 100 Gastronomen und Geschäfte, die an desem Sonntag von 13 bis 18 Uhr öffnen. Simone Klaus, Geschäftsführerin des Gmünder Handels- und Gewerbevereins kann auf eine Neuerung verweisen: den Gmünder Gutschein. Den kann man im i-Punkt im Spital kaufen und so einen Gratis-Einkauf oder Gaststättenbesuch verschenken. Pro verkauftem Gutschein fließt ein Euro an die Ukraine-Hilfe Göggingen. Der Gutschein kann übrigens auch auf dem Handy gespeichert und so digital in den Geschäften eingelöst werden.

Großes Rahmenprogramm

Ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzt Pferde-Präsentation und verkaufsoffenen Sonntag. Dazu gehören Informations- und Verkaufsstände rund um den Markt- und Johannisplatz. So ist ein Messer- und Scherenschleifer vor Ort, Kinder können ihr eigenes Seil herstellen oder dem Hufschmied bei der Arbeit zuschauen. Präsentiert werden viele Produkte rund um die Landwirtschaft von der Agrartechnik bis zum Zirbenkissen.

Für die Bewirtung an diesem Sonntag sorgen neben den örtlichen Gastronomen auch Stände. Vertreten sind zum Beispiel die Landfrauen mit Kaffee und Kuchen, Marktbeschicker Ulrich Munz unter anderem mit Salzkuchen oder auch der Reit- und Fahrverein Schwäbisch Gmünd mit Waffeln. ⋌Wolfgang Fischer

Von Pferden und Büchern

  • Einen Tag rund ums Pferd gibt es schon viel länger in Schwäbisch Gmünd. Am Sonntag, 3. April, steht bereits die 66. Pferdeprämierung in der Stadt an. Früher gingen diese Veranstaltung auf dem Schießtalplatz, danach auf dem Münsterplatz über die Bühne. Zum 18. Mal ist der Pferdetag nun mit einem verkaufsoffenen Sonntag verbunden.
  • Eine besondere Attraktion zum Pferdetag kündigt Simone Klaus zusätzlich an: Erstmals biete die Stadtbibliothek an diesem Nachmittag einen Bücherflohmarkt an, auch mit besonderen Osterpaketen - bei gutem Wetter draußen, bei schlechtem Wetter im Erdgeschoss.

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