Mit Vollgas in die warme Jahreszeit

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Das Wetter im Juni war im Gmünder raum geprägt von hohen Temperaturen und heftigen Gewittern. Welche Daten der Gmünder Wetterbeobachter im ersten Sommermonat 2022 gesammelt hat.

Das Wetter im Juni war im Gmünder raum geprägt von hohen Temperaturen und heftigen Gewittern. Welche Daten der Gmünder Wetterbeobachter im ersten Sommermonat 2022 gesammelt hat.

Schwäbisch Gmünd

Es war der drittwärmster Juni im Raum Schwäbisch Gmünd seit Datenerfassung, so Martin Klamt. „Mit einen Mittel von 20,3 Grad Celsius wurde der Juni in Schwäbisch Gmünd im Vergleich zur langjährigen Norm von 1961-1990 um 4,4 Grad zu warm“, so der Gmünder Wetterbeobachter. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991-2020 habe die Abweichung +2,4 Grad betragen. „Nur 2003 der Juni mit 22,1 Grad im Mittel noch deutlich wärmer und auch 2019 mit 20,6 Grad im Mittel.“

Von Badewetter bis Starkregen

Der Juni 2022 als erster Sommermonat startete somit „mit Vollgas in die warme Jahreszeit“, meint Klamt. Nicht nur gemächliches Grill- und Badewetter habe auf dem Fahrplan gestanden, beobachtet werden konnten auch heftige Gewitter, Starkregenfälle und Hagelschlag, vor allem in den südlichen Regionen Deutschlands – und immer wieder auch mit Unwettercharakter. Die östlichen Regionen Deutschlands erlebten dagegen sengende Hitzetage und eine außergewöhnliche Trockenheit mit folgenschweren Waldbränden.

Mehr heiße Tage als gewöhnlich

Die Zahl der Frühlingstage mit einem Höchstwert von 20 Grad Celsius lag mit 30 Tagen um zehn Tage über der Norm und damit gleich hoch wie 2003. Niedriger als 2003 war die Zahl der Tage mit 25 Grad Höchstwert und darüber: hier gab es mit 19 Sommertagen acht Tage mehr als üblich und bei den heißen Tagen mit 30 Grad und darüber gab es mit fünf Tagen drei Tage mehr als gewöhnlich. Das war wenig im Vergleich zu 2003, da gab es 26 Sommertage und zwölf heiße Tage.

Nachdem 2021 mit 193,4 Litern der nasseste Juni seit 1975 zu verzeichnen gewesen war, fielen im vergangenen Monat nach Aussage Martin Klamts mit 118,5 Litern deutlich weniger Niederschlag. Der Gmünder Wetterbeobachter fügt allerdings hinzu, dass das „immerhin auch 121 Prozent der üblichen Menge“ gewesen.

An 13 statt 15 Tagen fiel Niederschlag; Starkregen mit über zehn Litern gab es nur zweimal, dafür in großer Menge mit 29 Litern am 5. Juni und 32 Litern am 30. Juni.

Die Sonne schien im Juni nach 259 Stunden 2021 dieses Mal 286 Stunden lang (138 Prozent der Norm), wobei am 15. Juni mit 15,2 Stunden die längste Scheindauer registriert wurde. Nur 2000, 2017 und 2019 war der erste Sommermonat noch sonniger.

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