Mitmachen bei  „Gmünd für morgen“ 

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40 Gruppen und Institutionen sind dabei, wenn es um „Gmünd für morgen“ geht. Bei einem Treffen im Rathaus informierten sie über Programmpunkte der kommenden sieben Wochen. Foto: Tom
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Sieben Wochen für Ideen rund um die Nachhaltigkeit und Energiewende. Auftakt ist am Donnerstag in der Gmünder Volkshochschule. Was alles in der Stadt geplant ist.

Schwäbisch Gmünd

Eine Woche lang wird sie den Bus nutzen, zu Fuß gehen oder mit dem Rad zum Einkaufen fahren: Franka Zanek, Leiterin des Amts für nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz und Bürgerbeteiligung. Und es gibt Gleichgesinnte unter den Gmünder Stadträtinnen und Stadträten. Sie nehmen aktiv teil an den Aktionswochen „Gmünd für morgen“. Von diesem Donnerstag bis zum 27. Oktober geht es in der Stadt um die Themen Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit. Alle sind eingeladen.

„Die Aktionswochen“, betont Franka Zanek, „bieten die Möglichkeit, sich über Themen wie nachhaltige Entwicklung, Mobilitätswende, Energiewende, Wärmewende und globale Verantwortung zu informieren und beraten zu lassen“. Statt vieler einzelner Aktionen setze man diesmal auf ein umfassendes Angebot, das die Gesamtheit und die Zusammenhänge der einzelnen Themenfelder darstellen soll, so Franka Zanek.

40 Gruppen und Institutionen bringen sich ein, einige davon äußerten sich im Vorfeld über ihre ganz speziellen Beiträge. Der Gmünder Weltladen etwa, der am Samstag eine Sammelaktion für Stifte starten wird. Der Kunststoff wir recycelt, „aus Stiften werden dann vielleicht Gießkannen“, sagt Vorsitzende Cordula Reichert. Kleidertauschtage für Erwachsene und Kinder stehen auf dem Programm. Auch ein Wunsch gehört dazu: „Wir sollten unbedingt weitere ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben.“

Der Arbeitskreis Eine Welt bringt sich im „Impulslädle“ im Leerstand am Marktplatz 4 ein. Mit-Initiator Kuno Kallnbach nennt vor allem die „Sofa-Schwätzle“ die dort stattfinden werden. Schon jetzt haben Norbert Barthle und Dr. Joy Alemazung für eine Gesprächsrunde zugesagt. „Wir möchten mit der Aktion mit Gmündern ins Gespräch kommen und Ideen austauschen“, sagt Kuno Kallnbach und Robin Kucher ist sich sicher, „dass mit dem Impulslädle auch junge Menschen für die Eine-Welt-Arbeit begeistert werden können.

Es geht auch um ganz kleine Dinge: Die Mini-Wildnis zum Beispiel. Eva Stengel nennt die Bedeutung von kleinen Biotopen in der Stadt. Örtlichkeiten, die manchmal weniger aufgeräumt aussehen, aber für die Biodiversität, für die Insekten, von Bedeutung sind. Am 14. Oktober kann man bei einem Spaziergang Beispiele erleben. Den Kleidertauschtag des Weltladens schätzt Ingrid Hoffmann, Leiterin der VHS, besonders. Ergänzend dazu bietet die Volkshochschule bei den Aktionswochen Tipps, wie man auch weniger perfekte Kleidungsstücke noch aufmöbeln kann. Und sie informiert, wie sich Naturkosmetik herstellen lässt. Nachhaltig auch ein pädagogischer Blick auf die Welt der Kinder: Die VHS thematisiert „Was brauchen Kinder zum Spielen?“ Vielleicht genügten auch mal ein paar Tannenzapfen oder das unbeschwerte Tummeln im Freien, etwa in eine Pfütze zu hüpfen. Die Stadtbibliothek hat ein neues Auswahlverzeichnis geschaffen: 150 Titel zum Thema „Nachhaltig leben“ sind dort zusammengefasst. Die gibt‘s online oder in der Stadtbibliothek.

Was nicht fehlen darf ist eine ÖPNV-Kampagne. Im Mittelpunkt steht dabei eine Umfrage mit dem Ziel, Bürgerinnen und Bürgern mit ihren Anregungen an der Entwicklung zu beteiligen. So sollen auch Probleme und Mängel aufgespürt werden. Wer mitmacht, kann ein Jahresabonnement für den ÖPNV im Stadtgebiet Schwäbisch Gmünd gewinnen. Die Umfrage läuft während der Aktionswochen unter www.gmuendfuermorgen.de oder über den QR-Code auf den Werbeplakaten der ÖPNV-Kampagne in allen Stadtbussen. Außerdem kann an zwei Tagen, am 22. September, dem europaweiten „Autofreien Tag“ und am 16. Oktober, dem Verkaufsoffenen Sonntag in Schwäbisch Gmünd, mit allen Bussen im Stadtgebiet kostenlos gefahren werden.

Start am Donnerstag

Die Auftaktveranstaltung zu den Aktionswochen „Gmünd für morgen“ ist an diesem Donnerstag  in der Gmünder VHS.   Prof. Dr.-Ing. Martina Hofmann, Leiterin des Lehrstuhls für Erneuerbare Energien an der Hochschule Aalen,  spricht ab 19.30 Uhr  über „Nachhaltige Kommune – was bedeutet das?“ Dazu gibt es  Informationsständen der mitwirkenden Netzwerkpartner. Schon ab 18.30 Uhr können sich  Besucher ein Bild von der Arbeit und dem Engagement der Akteure machen.  Das komplette Programm „Gmünd für morgen“ gibt es auf der Seite der Stadt Schwäbisch Gmünd.

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