Modellprojekt „3 statt 2“ steht auf der Kippe

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Scheffold- und Parler-Gymnasium haben Eltern zum Schulmodell gegen Pandemie-Defizite befragt.

Schwäbisch Gmünd. Gut zwei Drittel der Eltern von Schülern des Scheffold- und des Parler-Gymnasiums, die Fragen zum „3 statt 2“-Projekt der beiden Schulungen beantwortet haben, befürworten das Projekt. Allerdings würde nur etwa die Hälfte dieser Eltern eigene Kinder für die zwei Schuljahre anmelden, die auf drei Jahre verteilt werden. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der beiden Schulleiter Thomas Eich und Bernd Gockel unter den Eltern.

„3 statt 2“ würde die Klassen 5 bis 9 der beiden G-8-Gymnasien in den beiden Schuljahren 2021/22 und 2022/23 betreffen und damit den Zeitraum vom September 2021 bis Juli 2024 umfassen. Den Schülern soll so Gelegenheit gegeben werden, in zwei 18-monatigen Schuljahren die durch die Pandemie verursachten Defizite wieder aufzuholen. Danach würden die Schüler wieder zu den regulären einjährigen Schuljahren zurückkehren. Die Schüler, die dieses Modell wählen, hätten damit quasi G 9. Für diejenigen, die das Modell nicht wollen, würde das normale G 8 angeboten.

Beiden Schulleitern ist an einer hohen Zustimmung der Eltern gelegen. Und beide sind mit den nun vorliegenden Ergebnissen nicht zufrieden. Für die Klassen 5 und 6 könne er „3 statt 2“ beantragen, für Klasse 8 „gerade so“ und für die Klassen 7 und 9 nicht, fasst Gockel zusammen. Gockel will nun nochmal mit Gmünds für Bildungsbürgermeister Christian Baron reden.

Und mit Schulleiterkollege Eich. Dieser spricht für das Parler-Gymnasium von einer knapp 60-prozentigen Rückmeldung der Eltern von Schülern der Klassen 5 bis 9. Von diesen hätten sich 75 Prozent, also etwas mehr als am Scheffold-Gymnasium, für den Modellversuch ausgesprochen. „Gut die Hälfte der zustimmenden Eltern würde sich für die Verlängerung '3 statt 2' entscheiden“, sagte Eich. Als Grund, weshalb die andere Hälfte das Modell ablehne, nannte Eich „Sorgen und Ängste, da Klassen getrennt werden müssen“. Zudem sei Eltern die schulorganisatorische Umsetzung nicht klar. Eich sagte auch, dass der Elternbeirat sich „mehrheitlich den Mut gewünscht hätte, nur das Modell '3 statt 2' anzubieten und auf eine Wahlmöglichkeit zu verzichten. Dies war anfangs diskutiert worden, hatte aber unter Eltern viele Proteste ausgelöst.

„Sehr viele Rückmeldungen“ der Eltern gingen tatsächlich in die Richtung, „dass sie sich eine klare Vorgabe durch das Kultusministerium für alle Schulen“ wünschen, sagte Eich. Auch das Kollegium des Parler-Gymnasiums trage die Überlegungen mit großer Zustimmung mit, 16 schriftliche Rückmeldungen lägen vor, 15 davon für „3 statt 2“.

Leider liege das Parler-Gymnasium doch „etwas entfernt von unserem Wunsch 90 + X“, dennoch bestehe der große Wunsch in der Elternschaft, nicht locker zu lassen und dem Kultusministerium „mit diesem Ergebnis auf die Füße zu treten“, sagte Eich. Der Schulleiter selbst sieht dies so: Seien die Werte zur Beantragung eines besonderen Schulmodells vielleicht doch nicht eindeutig genug, so „sollten wir das Modell und das Stimmungsbild dem Kultusministerium übermitteln“. Dies sieht auch Bernd Gockel vom Scheffold-Gymnasium so. Er will zunächst mit Baron reden und die Ergebnisse mindestens ans Regierungspräsidium melden.

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