Motto: Epilepsie braucht Offenheit

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Hauptversammlung SHG Epilepsie

Die Selbsthilfegruppe Epilepsie hat ihre Hauptversammlung abgehalten. Bei den erforderlichen Neuwahlen ist Aloisia Widmann-Bayer zur neuen Vorsitzenden gewählt worden.

Schwäbisch Gmünd

Dieser Tage traf sich die Selbsthilfegruppe für Anfallskranke in Schwäbisch Gmünd und Umgebung e.V. im Gebäude des DRK-Kreisverbands zur Hauptversammlung. Geleitet wurde sie von der stellvertretenden Vorsitzenden Verena Bayer. Ihr herzlicher Willkommensgruß galt der Patin der Selbsthilfegruppe, Oberärztin und Neuropädiaterin Tanja Weisbrod vom Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd. Bei der Ehrung der Verstorbenen würdigte Bayer Ute Gensmantel, Peter Ströbl und Edmund Hahn.

Zu Beginn der Versammlung teilte Jutta Meyer, Ehefrau des ersten Vorsitzenden, Klaus Meyer, mit, dass sich der Gesundheitszustand ihres Mannes deutlich verschlechtert habe, so dass er sein Amt nicht mehr ausüben könne. Daher seien Neuwahlen erforderlich.

Die stellvertretende Vorsitzende, Verena Bayer, blickte in ihrem Bericht auf ein Vereinsjahr zurück, das wegen der Corona-Pandemie eine Herausforderung für die Selbsthilfegruppe war. Der Lichtblick sei gewesen, dass im September der 15. Epilepsietag abgehalten werden konnte. Die Durchführung dieses Tages sei eine große Leistung der Selbsthilfegruppe gewesen, eine hochwertige Veranstaltung für Betroffene und Angehörige. Im März letzten Jahres gab es eine Hiobsbotschaft: Das Büro in der Kappelgasse musste aufgegeben werden. Ende 2021 fand man dankenswerterweise eine neue Heimat beim DRK.

Gruppenabende und Sprechstunden mussten ausfallen. Per Telefon und per E-Mail habe man Kontakt gehalten. Informationen über aktuelle Themen zur Epilepsie kamen per Post. Beratungen und Hilfestellungen zum Krankheitsbild der Epilepsie erfolgten weiterhin intensiv über die Telefonhotline.

Anschließend berichtete Kassiererin Anne Kienle über die Finanzlage des Vereins. Kassenprüferin Rosi Eichenhofer bestätigte eine vorbildliche und gewissenhafte Kassenführung.

Schriftführer Peter Saile berichtete, dass die Selbsthilfegruppe nach neuen Wegen gesucht habe, um dem Motto der SHG „Epilepsie braucht Offenheit“ gerecht zu werden. In einer Gmünder Tageszeitung erschien dazu ein Interview mit dem ersten Vorsitzenden Klaus Meyer, in dem er über sein Leben mit Epilepsie und über Themen wie Therapiemöglichkeiten oder Verhalten bei Anfällen sprach. Saile verwies dazu auf die Homepage der Selbsthilfegruppe mit dem Interview sowie weiteren Aktivitäten der Gruppe unter www.epilepsie-gd.de.

Nach Abschluss der Rechenschaftsberichte des Vorstands nahm die Patin Oberärztin Tanja Weisbrod die Entlastung des Vorstands vor, die einstimmig erteilt wurde. Bei der folgenden Wahl wurde Aloisia Widmann-Bayer unter großem Beifall einstimmig zur ersten Vorsitzenden der Selbsthilfegruppe gewählt.

Klaus Meyer wurde zum Ehrenvorsitzenden der Selbsthilfegruppe ernannt. Bayer würdigte seine Leistungen für die Gruppe in einem Rückblick. Er übe seit 28 Jahren das Ehrenamt des ersten Vorsitzenden aus und es sei nicht übertrieben zu sagen, er habe die Selbsthilfegruppe zu dem gemacht, was sie heute sei. Seiner Frau Jutta wurden stellvertretend Blumen und Ehrenurkunde überreicht.

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