Musik in Gmünder Kneipen: Auflagen „zwingen uns in die Knie“

+
Am Donnerstag hatte diese Liste der teilnehmenden Kneipen noch 20 Posten.

Weitere Gaststätten melden sich von der Traditionsveranstaltung ab. Der KOD wird kontrollieren.

Schwäbisch Gmünd. Die Musik in Gmünder Kneipen (MiGK) in diesem Jahr wird zusehends leise: Am Dienstag listete eine Aufstellung auf der städtischen Homepage noch 22 Gaststätten auf, die an diesem Freitagabend Musiker und Bands bei sich gastieren lassen und den Gästen so bei freiem Eintritt neben Bewirtung auch Musik servieren. Am Donnerstag hatte diese Liste der teilnehmenden Kneipen noch 20 Posten. Nicht mehr drauf ist zum Beispiel die Osteria. Dort sollte an diesem Freitagabend „Funky Kulla & The soul friends band“ auftreten. Am Donnerstagnachmittag jedoch postete Osteria-Wirt Aziz Ait-Oujane auf Facebook seine Absage: „Die Rahmenbedinungen zwingen uns in die Knie und wir sind leider raus.“ In vergangenen Jahren waren oft um die 50 Lokale dabei.

Sehr gut informiert

Grund für viele Wirte, in diesem Jahr auf die Traditionsveranstaltung zu verzichten, sind die Auflagen des Landes, um die Ausbreitung des Coronavirus zu unterbinden. Der Leiter des Gmünder Ordnungsamts, Gerd Hägele, kündigte an, dass die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) an diesem Abend unterwegs sein und die Einhaltung der Vorschriften stichprobenartig kontrollieren werden. Viele Wirte hätten sich bei seinem Amt über die Auflagen erkundigt. Er lobt aber auch ausdrücklich, dass der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband seine Mitglieder sehr gut über die Vorschriften informiert habe.

„Musik in Gmünder Kneipen sei „an sich gut“, aber der Aufwand, die coronabedingten Vorschriften einzuhalten, sei „für einen Abend einfach nicht machbar“, meint Franz Hahn vom M7. Und Hannes Barth, der seine Gaststätte „Zum Paradies“ ebenfalls von MiGK abgemeldet hat, sagte, er könnte es sich nicht verzeihen, wenn sich jemand an diesem Abend in seiner Gaststätte infiziert.

„Ein ordentlicher Aufwand“, so kommentiert auch Ordnungsamtsleiter Gerd Hägele die Auflagen, die solche Infektionen verhindern sollen. Insbesondere dann, wenn die Wirte die Tanzfläche freigeben. Teilweise müssen die Tanzenden, auch wenn sie Maske tragen, dann einen negativen PCR-Test haben. Soll der Tanz ohne Maske sein, müsste zudem noch eine Frischluftzufuhr von 40 Kubikmetern pro Gast und Stunde gewährleistet sein. wof

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare