Musizierende sind immer Gewinner

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Junges Talent am Cello: Emma Knödler, Stipendiatin des Fördervereins, beim Jubiläumskonzert der Musikschule.
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Ein Livekonzert mit jungen Talenten im Prediger eröffnet die Veranstaltungsreihe zum 50-jährigen Bestehen der Städtischen Musikschule Schwäbisch Gmünd.

Schwäbisch Gmünd

Endlich wieder Musik richtig live“, begrüßte Musikschulleiter Friedemann Gramm die vielen Zuhörerinnen und Zuhörer im Festsaal des Predigers. „Junge Talente“ eröffneten die Konzerte zu „50 Jahren Städtische Musikschule“. Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ präsentierten sich. Ebenfalls dabei Stipendiaten der Erika-Künzel-Stiftung und die besondere Geige, die der Förderverein Jule Stemmler zur Verfügung gestellt hat.

Mit dem Konzert „Des-Dur für Trompete-Solo und Klavier“ von Paul Wingert eröffneten Jannis Barth, Trompete, und Alexander Konrad, Klavier, das Konzert. Jannis, Stipendiat der Künzel-Stiftung, bewies, dass eine Trompete sich auch für zarte Töne eignet.

Als schöner Kontrast folgten die beiden Menuette von Johann Sebastian Bach aus der „Suite Nr. 1-Dur“. Cellistin Emma Knödler, Stipendiatin des Fördervereins, entwickelte samtene, getragene und schwingende Tonfolgen. Sie ist Preisträgerin von „Jugend musiziert“. „Eigentlich gewinnt jeder, der musiziert“, kommentierte Gramm, es müsse nicht immer der Preis beim Wettbewerb sein.

Was man einer Blockflöte an Tönen entlocken kann, zeigte Alena Wiemer. Mit langem Atem offenbarte sie den Charme dieses Instruments im Zusammenspiel mit Carl-Friedrich Beck am Klavier. Der Förderverein der Musikschule kümmert sich nicht nur um Stipendien, sondern auch um Instrumente. Auf einer besonderen Geige, die der Förderverein erworben hat, musizierte Jule Stemmler, begleitet von Carl-Friedrich Beck, Klavier, das „Premier Solo, op. 77, moderato maestoso“ von Charles Dancia.

Am Klavier begleitet von ihrem Vater Jens Ellinger absolvierte Clara Ellinger auf der Querflöte ihre Generalprobe für den Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“. Gut eingespielt als Team interpretierte sie Leó Weiners „Rócatánc“, das in einem triumphierenden Triller endet.

„Begleiten ist eine eigene Kunst, sogar ein eigenes Studienfach,“, erläuterte Gramm und lobte Schülerinnen und Schüler, die ihre Mitlernenden begleiten. Wie Johanna Hadinger, auf dem Klavier den Posaunisten Jannis Herzer. Souverän präsentierten beide James Curnows „Fantasy für Posaune und Klavier“.

„Ich habe sie nachgezählt“, schmunzelte Gramm bei der Ankündigung des nächsten Beitrags, „es sind zwei mal 88 Tasten.“ Vierhändig auf zwei Klavieren traten Johanna Hegele und Vitor Mala auf. Johanna, zuvorderst auf dem Flügel, gab in Samuel Barbers „Souvenirs op. 28 – III Pas de deux“ den Ton an. Dann Vitor Mala im Vordergrund mit György Ligetis „Sonatina – I Allegro“.

„Er ist wichtig für das Jazzensemble und die Schwörhaus-Bigband“, führte Gramm den Saxophonisten Florian Oker ein. In Klavierbegleitung von Alexander Konrad interpretierte er Kurt Weills „Alabama Song“. Souverän und ausdrucksstark Okers Saxophon, Konrad am Klavier ging lustvoll mit.

Das Konzert machtedeutlich, was man vermisst hat. „Online ist eine Alternative“, so der Musikschulleiter, „aber niemals die erste Wahl.“ Er zeigte sich voll Stolz auf seine Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrerinnen und Lehrer: Jannis Barth, Trompete, bei Stefan Spielmannleitner; Emma Knödler, Violoncello, bei Frank Grossmann; Alena Wiemer, Blockflöte, bei Christina Kreimeier; Jule Stemmler, Violine, bei Sigrun Plocher; Johanna Hadinger, Klavier, bei Katja Trenkler; Jannis Herzer, Posaune, bei Hubert Hegele; Johanna Hegele und Vitor Mala, Klavier, bei Carl-Friedrich Beck; Florian Oker, Saxophon, bei Bastian Brugger.

Online ist eine Alternative – aber nicht die erste Wahl.“

Friedemann Gramm,, Musikschulleiter

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