Nach langer Wartezeit: Baubeginn am Eutighofer Tor

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Auf diesen Tag haben Bürger, Verwaltung und am Bau Beteiligte lange gewartet: Jetzt startet das Vorhaben auf dem Gelände des ehemaligen Evangelischen Gemeindezentrums "Brücke".

Neuer Name für das ehemalige "Brücke"-Areal. Dort entstehen 64 Wohnungen, Bäckercafé, Apotheke, Drogerie und Arztpraxen.

Schwäbisch Gmünd

Aus dem Gemeindezentrum "Brücke" in der Gmünder Weststadt wird das Wohn- und Geschäftsprojekt "Eutighofer Tor". Am Freitag war Spatenstich für das Vorhaben, "auf das wir alle gespannt gewartet haben", wie es Oberbürgermeister Richard Arnold formulierte. Das Symbol für den neuen Namen ist auch schon da: Ein Kunstwerk des 2019 verstorbenen Gmünder Künstlers Eckhart Dietz. Er hat es beim Bau der "Brücke" direkt am Eingang in Beton gegossen, zusammenhängende runde und kantige Stelen mit Durchblick. Dieses Kunstwerk kann sich Richard Arnold durchaus am Eck Eutighofer Straße / Eugen-Bolz-Straße vorstellen.

Mit dem Spatenstich ist der Stillstand zu Ende. Daran erinnert Bernhard Meyer, Geschäftsführer des neuen Investors "B & B Holding und Business GmbH" in Stuttgart. Es hätten die wildesten Gerüchte um die Realisierung kursiert. Tatsache sei, dass sich zwei Gesellschafter des ursprünglichen Investors gestritten haben. Es sei gelungen, die Altgesellschafter zu überzeugen und dieses Wohn- und Gewerbeprojekt zu übernehmen.

Und das ist vorgesehen: Auf einer Grundstücksfläche von 5500 Quadratmetern entstehen 8700 Quadratmeter Gebäudeflächen. Davon entfallen rund 6000 Quadratmeter auf die Wohnungen. Mit dabei, darauf verweist der Geschäftsführer des Evangelischen Vereins, Sven Siegle, ist auf 540 Quadratmetern eine ambulant betreute Wohngruppe für bis zu zwölf Menschen. Insgesamt gibt es in sieben Gebäuden 64 Wohnungen, mit 76 Stellplätzen in der Tiefgarage. 2022 wird das Vorhaben fertig sein. Vorgesehen sind Bäckercafé, Apotheke, Drogerie und Arztpraxen.

Eine Hommage an die Geschichte der Stadt.

Thomas Sonnentag, Architekt

Geplant wurde das gesamte Projekt von Architekt Thomas Sonnentag, der den Baustart mit vorangebracht hat. "Wer einen Wettbewerb gewinnt, hat eigentlich auch Anspruch auf die Realisierung", sagt er und erinnert noch einmal an das zwischenzeitliche Vakuum. Er sei froh, dass jetzt gestartet wird. Thomas Sonnentag steckt auch hinter dem neuen Namen "Eutighofer Tor". So nannte er schon den Wettbewerbsbeitrag. "Eine Hommage an die Geschichte der Stadt, in der es nahe des Fünfknopfturms ein ‘Utighofer Tor' gab, durch das Besucher in die Stadt eintreten konnten." Die Eutighofer Straße habe eben diese Funktion. Der Oberbürgermeister erinnerte an die Planungszeit für dieses Vorhaben, an den Austausch mit Bürgern und Nachbarn, sieht jetzt eine Veränderung der Weststadt, "in der noch viele ältere Menschen oft allein in großen Häusern wohnen". Sie sollten hier ein Angebot für künftiges Wohnen erhalten. Richard Arnold schätzt, dass an der Stelle Leben einkehrt, freut sich über das geplante Bäckercafé der Familie Berroth. "Klasse, dass Sie da reingehen", sagt er an die Adresse von Ingrid und Manfred Berroth.

"Die Weststadt braucht diese Veränderung", meint Bürgermeister Julius Mihm. Viele Menschen warteten auf diese Wohnungen. Damit auch unmittelbar begonnen werden kann, hat Gerhard Hackner, Leiters des Amts für Stadtentwicklung, gleich den "Roten Punkt" mit im Gepäck und überreicht ihn Bernhard Meyer. Die Abbrucharbeiten beginnen unmittelbar und verschonen auch nicht die neu geschaffenen Graffiti, an denen der Stuttgarter Künstler Torsten Will gerade noch arbeitet. Kurz vor dem Spatenstich erläutert er das Werk Oberbürgermeister Richard Arnold und Architekt Thomas Sonnentag.

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